Podcast

hr-iNFO Kultur: Trends und Hintergründe

Das Magazin über Trends und Hintergründe aus der Kulturszene von hr-iNFO.

18.11.2022 | Fan-Doku: HEAVY METAL SAVED MY LIFE!

Heavy Metal ist laut und hart. Aber viele Bands und ihre Fans nutzen die Härte der Musik, um ihre Verletzlichkeit zu zeigen. Oft geht es um tiefliegende Ängste und die Verarbeitung von Traumata. In der Fan-Doku erzählen Musiker von Iron Maiden, Mastodon und anderen Bands von ihren persönlichen Erlebnissen und wie sie die Musik als Therapie nutzen.

18.11.2022 | Wissenschaft, Technik, Kultur - Pionierinnen der Geschichte

Sie waren nicht nur die ersten Frauen, sie waren die Ersten überhaupt: Lotte Reiniger stellte den ersten Trickfilm her, Rosalind Franklin beschrieb als erster Mensch die DNA, Ada Lovelace entwickelte das erste Computerprogramm, und Lise Meitner entdeckte die Kernspaltung. Die Nobelpreise aber bekamen Männer.

11.11.2022 | Vom größten Glück der Erde - Pferdemenschen

Pferde wecken in Menschen tiefe Gefühle und sie erfüllen viele Aufgaben: Sie sind Begleiter, Therapeut und Partner, aber auch Arbeitsmittel und Anlageobjekt. Auch wer nicht selbst aufs Pferd steigen will, ist von der Anmut und Persönlichkeit dieser Tiere berührt. Eine hr-Doku-Serie ist dem besonderen Verhältnis von Mensch und Pferd auf den Grund gegangen und zeigt die vielfältige Welt der Pferdemenschen.

11.11.2022 | 9. November 1938 - wie sieht Erinnerungskultur heute aus?

Der 9. November gilt als „Schicksalstag“ der Deutschen. Das jüngste historische Ereignis mit diesem Datum war der Fall der Berliner Mauer, das älteste der Beginn der Weimarer Republik Dazwischen - in der Nacht des 9. November 1938 - wurden auf Geheiß der nationalsozialistischen Führungsriege in ganz Deutschland Läden und Wohnungen jüdischer Bürger geplündert und zerstört, Synagogen in Brand gesetzt und Juden ermordet. Diese Nacht ging als "Reichspogromnacht" in die Geschichtsbücher ein. Wie sieht Erinnerungskultur heute aus? In hr-iNFO-Kultur geht es unter anderem um eine digitale Gedächtnisplattform, eine virtuelle Rekonstruktion der Frankfurter Synagoge, eine berührende Liebesgeschichte im Film „Nelly und Nadine“ und ein TikTok-Projekt gegen Antisemitismus.

04.11.2022 | Mit Tomatensuppe und Kartoffelbrei - Warum Klimaaktivisten Kunstwerke attackieren

Tomatensuppe auf van Goghs "Sonnenblumen", Kartoffelbrei gegen die "Getreideschober" von Claude Monet, festgeklebte Hände an Raffaels "Sixtinischer Madonna". Um auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen, nehmen radikale Aktivisten immer öfter berühmte Kunstwerke ins Visier. Um die schlimmsten Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels abzumildern, bleiben uns nur noch wenige Jahre - sagt zum Beispiel die Aktionsgruppe "Letzte Generation". Ihr scheint fast jedes Mittel recht, um die Öffentlichkeit aufzurütteln. Doch warum ausgerechnet Attacken auf die Kunst? Ein Irrweg - meint der Politikwissenschaftler und Protestforscher Wolfgang Kraushaar. Wir sprechen mit ihm über das Selbstverständnis der "Letzten Generation" und über die Erfolgsaussichten ihrer Protest-Aktionen.

04.11.2022 | Bitte schreibe bald zurück! Eine Feldpostgeschichte aus Kassel

Mechtild Borrmann schreibt Krimis, die in ihrer Heimat am Niederrhein spielen. Und sie schreibt zeitgeschichtliche Romane. Ihr neuester heißt "Feldpost", führt nach Kassel und erzählt eine Geschichte über politische Verfolgung, Freundschaft, Verrat und eine verbotene Liebe in der Zeit des Nationalsozialismus. Dahinter stecken wahre historische Ereignisse. Wir sprechen mit der Autorin über ihre Recherchen im Deutschen Tagebucharchiv, über die Faszination von Schicksalen in der Nazizeit und im Zweiten Weltkrieg und über die Schauplätze ihres Romans in Kassel. Außerdem: Ausstellungen über einst "entartete Kunst" im Kunstmuseum Basel und über einen der damals betroffenen Künstler, Marc Chagall, in der Frankfurter Schirn.

28.11.2022 | Kunst ist ein Luxusprodukt - aber was haben die Künstler:Innen davon?

inzelne Arbeiten erzielen auf Auktionen zwar Millionen-Preise, doch der überwiegenden Zahl der Künstler:Innen geht es wirtschaftlich schlecht. Die Arbeitsbedingungen und Lebensumstände der überwiegenden Masse sind prekär. Mehr als 60% erwirtschaften nicht einmal 5000€ für ihre Kunst. Das zeigt die Ausstellung "Two Kids, No Income", in der Kunsthalle Darmstadt. In der Kultursendung fragen wir: Wie schaffen es die Künstler trotzdem zu überleben und was könnte ihre Situation verbessern? Dazu ein Gespräch mit der Initiative Ausstellungvergütung

28.11.2022 | Die Freiheit, allein zu sein

Partnerschaft und Kleinfamilie gelten als DIE Garanten für ein glückliches Leben. Viele strampeln sich dafür ab, der Druck von außen ist enorm - vor allem auf Frauen - und wer es nicht „schafft“, gilt als übriggeblieben, traurig oder wunderlich. Auf der anderen Seite sehnen sich viele im alltäglichen Strudel nach Alleinsein, Muße und Ruhe. Welche Chancen darin liegen, sich Freiräume für ein gutes Alleinsein zu schaffen, welche verschiedenen Formen es gibt, und welche Wege es geben könnte zu einer guten Balance zwischen Alleinsein und Gemeinschaft, darum geht es im neuen Buch der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Sarah Diehl, „Die Freiheit, allein zu sein“. Mit dem Untertitel „Eine Ermutigung“.

21.10.2022 | Neue literarische Generationen – Spaniens Nachwuchsschriftsteller:innen aus den Einwandererfamilien

Ihre Namen klingen ungewohnt spanisch: Paloma Chen, Nadia Hafid, Mohamed El Morabet, Margaryta Yakovenko, Najat El Hachmi. Sie alle haben zwei Sachen gemeinsam: Sie sind erfolgreiche Nachwuchsautor:innen in Spanien und sie wurden entweder nicht in Spanien geboren oder ihre Eltern gehören zur ersten Generation der Einwanderer:innen. Viele von ihnen haben literarische Preise gewonnen und repräsentieren jene neuen Autor:innen, die ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus der Migration in die spanische Literatur einbringen. Drei von ihnen stellen wir heute in der Sendung vor.

21.10.2022 | "Ich bin eine Vielzahl von Versuchen, Matthias Matschke zu sein"

Schauspieler und Komiker Matthias Matschke bringt das Publikum zuverlässig zum Lachen. Als Hagen in "Pastewka", als Dr. Matschke in der "heute-show" oder als Shakespeare in "Sketch History". Gerade hat er seinen ersten Roman veröffentlicht. Ein feinfühliges und nachdenkliches Buch. In "Falschgeld" erinnert sich die Romanfigur Matthias Matschke an eine Kindheit und Jugend in den 80er-Jahren. Aber wieviel davon ist bare Münze? Matthias Matschke erzählt über das Aufwachsen in Südhessen, familiäre Traumata und die Profanität des Todes.

14.10.2022 | Klima-Kommunikation - Vom Reden zum Handeln

Wir wissen Bescheid, wir wissen, welche Faktoren zur menschengemachten Erhitzung der Erde beitragen. Aber noch ändern wir unser Verhalten nicht. Zwischen Wissen und Handeln klafft eine Lücke, ein Gap. Und dieses Gap will das Museum für Kommunikation in Frankfurt überwinden mit einer neuen Ausstellung namens "KLIMA_X". Auch das Frankfurter Senckenberg-Museum greift das Thema auf – mit der Ausstellung "Klimawissen schaffen - Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß". Hier können wir der Wissenschaft über die Schulter gucken und erfahren, wie sie aus längst vergangenen Zeiten Prognosen für das Klima von morgen ableitet. Christoph Scheffer stellt beide Ausstellungen vor im Gespräch mit den Macherinnen und Machern.

07.10.2022 | Alles neu macht der Herbst?

Das fragen wir in hr-iNFO Kultur und die Antwort, die liefern wir gleich mit: Na ja, vielleicht ist nicht alles neu, aber in jedem Fall bunt! Bunt und abwechslungsreich wird dieser Herbst, wenn wir uns anschauen, was uns aktuell in den Museen, Literaturhäusern, Konzert- und Kinosälen geboten wird. Einige Highlights stellen wir Ihnen jetzt vor, also runter vom Sofa und rein ins Vergnügen!

06.10.2022 | Queer im Islam

Islamische Länder legitimieren Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen mit dem Verweis auf religiöse Vorschriften und Verbote. In Deutschland kämpfen queere Muslime, vor allem schwule Männer, gleich an zwei Fronten. Was erleben sie – in der Familie, in der Community, in der Öffentlichkeit? Wie wehren sie sich? Wie versuchen sie, ihre eigene Identität, ihren eigenen Lebensweg, ihre eigene Stärke zu finden? Was muss passieren – innerhalb, aber auch außerhalb muslimischer Familien – um es diesen Menschen leichter zu machen, sie vor Drohungen, Übergriffen und Gewalt zu schützen? Und wie ist das eigentlich wirklich mit der Homosexualität im Islam? Eine prominent und vielfältig besetzte Konferenz in Frankfurt versucht, diese Fragen zu klären. Wir sprechen mit der Initiatorin Prof. Susanne Schröter, mit dem Psychologen und Autor Ahmad Mansour und mit dem jungen Aktivisten Jakub, der auch als Drag-Queen "KweenGypsy" auftritt und von sich sagt: Ich bin schwul und Muslim.

29.09.2022 | Kulturelle Kehrwoche: Von der Oper über den Kinosaal in den Comic-Olymp

"Die Oper ist tot - es lebe die Oper!", unter diesem Titel hat die Bundeskunsthalle in Bonn jetzt eine neue Ausstellung eröffnet. Wohl kaum eine künstlerische Ausdrucksform polarisiert so wie die Oper – obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie alle Sinne anspricht. Wir schauen gleich rein in diese Bonner Ausstellung – und wir gratulieren der Oper Frankfurt zum erneuten Titelgewinn als "Opernhaus des Jahres". Außerdem: "In einem Land, das es nicht mehr gibt" – ein Stück DDR-Geschichte kommt ins Kino / Aus Hessen in die Welt - Die Kulturgeschichte der Buffalo Boots / Flix und das Marsupilami - Ein Comic-Zeichner im Olymp ...

29.09.2022 | "Höhenrausch" – Die Goldenen Zwanziger?

Ob "Babylon Berlin", "Eldorado KaDeWe", "Das Haus der Träume", "Die Telefonistinnen" oder "Z - The Beginning of Everything": Die 1920er-Jahre sind in unseren 2020ern immer wieder Thema in Serien, von öffentlich-rechtlich über privat bis zu den Streamingdiensten. Die Zeit fasziniert uns offensichtlich sehr. Das neue Buch des Literaturwissenschaftlers und Kulturjournalisten Harald Jähner, "Höhenrausch", schaut sich die Wirklichkeit dieser Zeit genau an – einer Zeit, in der alles anders werden soll, mit der "Neuen Frau", dem "Neuen Mann", dem "Neuen Wohnen" und dem "Neuen Denken". Frauen erobern die Rennpisten und Tennisplätze, gehen abends allein aus, schneiden sich die Haare kurz und denken nicht ans Heiraten. Alte Regeln, wer Mann ist und wer Frau und wer mit wem Sex zu haben hat, gelten nicht mehr. Aber waren die 20er wirklich so rundherum golden? Wie war das Lebensgefühl außerhalb Berlins, außerhalb der großen Städte? Und waren tatsächlich nur die Nazis daran schuld, dass der "Höhenrausch" ein jähes Ende nahm?

23.09.2022 | Von Antisemitismus bis Zensur – eine Bilanz zur documenta 15

An diesem Sonntag geht die Weltkunstschau zu Ende, die umstritten wie selten war, hoch emotional und bisweilen aggressiv diskutiert wurde – und vermutlich auch weit über ihr Ende hinaus Menschen beschäftigen wird. Wir wollen in dieser Sendung Bilanz ziehen, auf die vergangenen drei Monate zurückblicken und darüber berichten, was auf dieser Kunstschau wichtig war, woran sie (für viele) gescheitert ist und was von ihr bleiben wird.

22.09.2022 | Der Tag, der mein Leben veränderte

Der Journalist und Autor Tim Pröse liebt Begegnungen mit besonderen Menschen. Und er schreibt über sie. Über die "Jahrhundertzeugen", die "letzten Helden gegen Hitler", über die "Samstagabendhelden" der Fernsehgeschichte, in außergewöhnlichen Biografien über Mario Adorf, Dieter Hallervorden und Jan Fedder oder über einen der letzten Überlebenden von Stalingrad. In seinem neuen Buch "Der Tag, der mein Leben veränderte" erzählt er in 15 Geschichten von Menschen, die, so der Untertitel, "aus tiefster Krise zu sich selbst fanden". Nach einem Suizidversuch, nach einem Anschlag, nach schwerer psychischer Krankheit oder traumatisierenden Erfahrungen als Soldatin. Dagmar Fulle spricht mit Tim Pröse über die Frage, was solche Geschichten uns geben können und warum sie unbedingt erzählt werden müssen.

16.09.2022 | Lost Places - Vergessene Orte

Es sind Orte, die oft als exotisch gelten, auf jeden Fall seltsam und unheimlich. Verlassene Häuser, Hotels, ehemalige Bordelle, alte Fabriken. Seit Jahrzehnten dem Verfall überlassen, üben sie für bestimmte Menschen eine unheimliche Faszination aus. Seit Jahren hat sich in Hessen eine Urbexer-Szene etabliert, die immer weiter wächst. Urbexer sind Menschen, die verlassene Gebäude aufsuchen, aufspüren und fotografieren. Orte, die man als Lost Places bezeichnet.

16.09.2022 | Frischer Wind im Kulturtempel – Die Klassik sucht neue Wege

Ob Bach, Beethoven oder Berlioz – die Klassische Musik hat ihre eigene Faszination und eine große Geschichte, keine Frage. Das Problem ist nur: Wen erreicht sie heute noch wirklich? Das Publikum im bürgerlichen Konzertsaal wird immer älter. Neues, junges Publikum zu erreichen, immer schwieriger. Frischer Wind tut Not, Ideen sind gefragt – und es gibt sie! Ein paar davon stellen wir in dieser Sendung vor. Markus Fein, Intendant der Alten Oper Frankfurt, spricht über innovative Formate, die er im Rahmen der Saisoneröffnung beim Festival "Fratopia" präsentiert. Anne-Sophie Bereuter vom jungen Stegreif.Orchester erzählt, wie so ein großes Ensemble echte Interaktion mit dem Publikum hinbekommt und die Kammerphilharmonie Frankfurt erforscht mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, wie sich der Unterschied zwischen Livekonzert und Livestream wirklich anfühlt.

09.09.2022 | Kulturelle Kehrwoche: von Denkmälern, Gräbern und Kabarettisten

Wo begegnet uns Architektur? Wie kann sie unsere Gesellschaft verbessern und was hat das Marketing mit Humor zu tun? Diesen Fragen gehen wir in dieser kulturellen Kehrwoche nach.

09.09.2022 | Ofen aus? Die Kultur und die Energie

Die Kulturbranche geht auf den dritten Krisenwinter zu. Nach Lockdowns und Corona-Auflagen sind auch noch explodierende Energiekosten zu stemmen. Eine echte Herausforderung. Aber die Kultur lässt sich nicht unterkriegen und erinnert daran, wie wichtig gerade jetzt die Unterstützung der Politik ist. Und des Publikums. Deshalb laden viele Kinos zum großen Kinofest.

02.09.2022 | Handwerk und Kunst - eine aussterbende Kombination?

Kunstmalerin, Goldschmied, Modistin und Gitarrenbauer – alles Berufe, die Handwerk und Kunst verbinden, die ein ganz spezielles Können und Kreativität erfordern. Wie aber sieht die Zukunft in diesen Berufen aus? Wer lässt sich noch in diesen Spezialdisziplinen ausbilden und warum?

01.09.2022 | Von "Tatort" bis Passport - die Autobiografie von Klaus Doldinger

Dass Klaus Doldinger die Musik zum "Tatort"-Vorspann geschrieben hat, ist inzwischen ziemlich bekannt. Aber es war noch viel mehr: natürlich jede Menge Jazz, vor allem mit seiner Band Passport. Dazu Musik zu Werbespots und Fernsehserien – und immer wieder zu Kinofilmen. Am bekanntesten wohl "Das Boot" und "Die unendliche Geschichte". Klaus Doldinger, Jahrgang 1936, ist vielleicht der bekannteste zeitgenössische Komponist Deutschlands, ganz sicher aber einer der vielseitigsten. In seiner frisch erschienenen Autobiografie "Made In Germany" erzählt er sein buntes und bewegtes Musikerleben über mehr als acht Jahrzehnte hinweg, von den ersten elektrisierenden Jazztönen im Nachkriegsdeutschland über die Anfänge seiner musikalischen und menschlichen Freundschaft mit Udo Lindenberg bis hin zur Corona-Zwangspause und der Freude, bald wieder auf der Bühne stehen zu können. Denn die Musik ist immer noch: sein Leben.

26.08.2022 | Offen – Kunst trotz(t) Ausgrenzung

Eine faszinierende, verstörende, verrückte Ausstellung – so hat der Publizist Heribert Prantl die Wanderausstellung "Kunst trotzt Ausgrenzung" bezeichnet, die an diesem Sonntag in Rüsselsheim ihre Pforten öffnet. Die Ausstellung ist ein Projekt der Diakonie Deutschland und kommt jetzt zum ersten Mal ins Rhein-Main-Gebiet. Die Ursprungsidee kam von der Diakonie Deutschland. Ziel war es Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus mit Hilfe der Kunst eine Absage zu erteilen. In der Sendung von hr-iNFO Kultur sprechen wir mit dem Kurator dieser Wanderausstellung, Andreas Pitz, und mit dem Darmstädter Künstler Georg-Friedrich Wolf, der mit seinen Skulpturen aus Holz und Metall vertreten ist.

24.08.2022 | Ab ins Freibad!

"Es ist Sommer und sehr heiß im einzigen Frauenfreibad Deutschlands. Dort badet Frau oben ohne, im Bikini, Badeanzug oder Burkini. Jede folgt dabei anderen Regeln. Das führt immer wieder zu Reibereien, die die überforderte Bademeisterin nicht so ganz im Griff hat. Als dann auch noch eine Gruppe komplett verhüllter Frauen das Frauenbad begeistert für sich entdeckt, fliegen buchstäblich die Fetzen", so beschreibt der Verleih den neuen Film von Doris Dörrie. Es geht darin um den Mikrokosmos Freibad und seine besonderen menschlichen Herausforderungen. "Freibad" ist eine sommerliche Komödie, die dennoch wichtige gesellschaftliche Fragen verhandelt. Dagmar Fulle spricht mit der Regisseurin über weibliche Körperbilder, Toleranz sowie persönliche Grenzen und schaut auf besondere Freibäder von Alsfeld bis Zürich.

 20.08.2022 | Vom Suchen, Finden und Sammeln – Archäologie boomt

"Vom Suchen, Finden und Sammeln – Archäologie boom", so haben wir diese Sendung genannt und das gilt auch und gerade in und für Hessen! Ob bei aktuellen Grabungen, in Ausstellungen, im Comic oder der Sammlung im heimischen Keller; überall dort wird deutlich: Der Wunsch, in der Erde nach Spuren aus vergangenen Zeiten zu graben, etwas zu finden und darüber Geschichten über unsere Vorfahren, aber auch über Pflanzen und Tiere zu entdecken, war und ist sehr beliebt. Vor allem im Deutschland der Nachkriegszeit haben viele mit dem Suchen und Sammeln begonnen und diese Sammlungen werden nun vererbt bzw. Museen angeboten. So erreichen allein das Senckenberg Museum in Frankfurt pro Woche mehrere Angebote. Was das für die Ausstellungshäuser bedeutet und wie das ist, wenn man plötzlich eine umfangreiche paläontologische Sammlung erbt, die in einem kleinen Fachwerkhaus in Kronberg untergebracht ist, auch darum geht es in der kommenden halben Stunde.

19.08.2022 | Welttag der Fotografie – Fotobuchkultur im Umbruch

Der 19. August ist der Welttag der Fotografie. Er soll an jene revolutionäre Erfindung von 1839 erinnern, als das erste Foto entstand. Heute feiern Millionen Fotograf:innen auf der Welt dieses Ereignis und stellen beispielsweise ihre Bilder im Netz zur Verfügung. Und das ist auch das Neue. Die allermeisten Fotos werden heutzutage mit dem Smartphone gemacht. Das hat zu einer Flut an Bildern im Netz geführt. Das Digitale hat die Fotografie revolutioniert und damit auch die Fotobuchkultur. Aber wann wird aus einem Fotobuch Kunst? Ein Thema in dieser Ausgabe von hr-iNFO Kultur, das wir auch mit Markus Schaden, vom Fotobuch-Museum in Köln, klären wollen.

12.08.2022 | Slow Fashion – Mode im Einklang mit der Umwelt

Mode macht Spaß, erzeugt aber auch viel Müll. Die Produktion von Kleidung belastet massiv die Umwelt und trägt zum Klimawandel bei. Slow Fashion setzt dagegen auf Nachhaltigkeit: Weniger herstellen, weniger kaufen, länger nutzen. Immer mehr Menschen leben und produzieren nach diesem Modell. Auch Modemacherin Sophia Schneider-Esleben. Sie entwirft in Kassel nachhaltige Mode, die zur Projektionsfläche für Kunst wird.

11.08.2022 | Himmiherrschaftzaggramentzefix! Vom Segen des Fluchens

Kraftausdrücke und Flüche gibt es wohl, seit es Sprache gibt – und in allen Kulturen der Welt. Eine neue Ausstellung im Frankfurter Museum für Kommunikation schlägt einen weiten Bogen von saftigen Flüchen der Pharaonen über internationale Beschimpfungen mit Tiernamen bis zu Internet-Trollen und Hate Speech. Wir stellen die Ausstellung vor und fragen nach: Was macht Fluchen mit Hirn und Seele? Wie hat die Forschung festgestellt, dass es uns gut tut? Und: Kann man Fluchen verbieten? Außerdem feiern wir 75 Jahre Ian Anderson, den Flötenmann von Jethro Tull, und wir erkunden in einer weiteren Ausstellung den Zusammenhang von Klima, Kunst und Wetter.

05.08.2022 | Abgefahren? – Kultur im Bahnhof

Immer mehr Bahnhöfe stehen leer. Anstelle von Schalterhallen und Läden gibt es oft nur noch Automaten für Fahrkarten und Getränke. Die Empfangsgebäude dienen allein als Durchgangshallen zu den Gleisen. So ist es auch im Hauptbahnhof Offenbach. Eine Initiative will hier neue Räume schaffen für Kultur und Soziales. Wir stellen die Pläne vor und wir schauen nach Kassel, wo der frühere Hauptbahnhof vor fast drei Jahrzehnten zum Kulturbahnhof geworden ist.

03.08.2022  | Revolution in der Rhön: Die Frauensiedlung Loheland

1919 in der hessischen Rhön, nahe Fulda. Zwei Frauen gründen auf einem brachliegenden Stück Land buchstäblich aus dem Nichts eine Siedlung, um andere Frauen auszubilden und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Sie schmeißen ihre Korsetts weg, schneiden sich die Haare ab und tanzen, wie es noch niemand gesehen hat. Es ist der Anfang von Loheland. Junge Frauen können dort eine zweijährige Gymnastikausbildung machen, später lernen sie auch zu weben, zu nähen, zu töpfern, zu schreinern. Sichtbar beeinflusst vom Weimarer Bauhaus. Eine neue Freiheit, eine "neue Generation Weib". Und sie hat Erfolg. Dagmar Fulle spricht mit der Journalistin und Autorin Dörte Schipper, die in ihrem neuen Roman die Geschichte der Loheländerinnen erzählt, und fragt, wie die Siedlung heute aussieht – gut 100 Jahre nach ihrer Gründung.

29.07.2022 | "Techno House Deutschland" – ARD-Dokureihe erzählt die Techno-Story

Techno – diese Musik und die dazu gehörende Clubkultur sind in Frankfurt zuhause. Und so wird viel Frankfurterisch gesprochen in der neuen Doku-Reihe, die ab sofort in der ARD-Mediathek zu sehen ist. "Techno House Deutschland" heißt sie und erzählt die Geschichte der elektronischen Tanzmusik aus Deutschland in acht Folgen. Wir stellen Techno House Deutschland in Ausschnitten vor und wir sprechen mit einem der Protagonisten, dem DJ und Club-Gründer Ata Macias.

NDR | 30min | wöchentlich
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