Vom Game-Desaster zum Blockbuster?

Inside the Game – Cyberpunk 2077: Phantom Liberty

"Cyberpunk 2077": Kaum ein anderes Game wurde in den vergangenen Jahren so heftig diskutiert wie dieses. Es kam mit Verspätung auf den Markt, war auf einigen Konsolen nicht spielbar, die Designer wurden im Netz bedroht. Nun planen sie ihr Comeback mit "Phantom Liberty". Erneut ist Superstar Keanu Reeves mit von der Partie und Hollywood-Größe Idris Elba. Die Doku "Inside the Game" begleitet die Game Designer von CD Projekt Red nicht nur bei ihrer Arbeit im Warschauer Headquarter, sondern auch bei den ersten Präsentationen der Demo-Version in Los Angeles und Köln.

Inside the Game - Cyberpunk 2077: Phantom Liberty

Kaum ein anderes Game wurde so heftig diskutiert wie “Cyberpunk 2077”. Es kam mit Verspätung auf den Markt, war auf einigen Konsolen kaum spielbar, die Designer wurden im Netz bedroht. Nun planen sie ihr Comeback: mit ”Phantom Liberty”. Erneut ist Superstar Keanu Reeves mit von der Partie – und Hollywood-Ikone Idris Elba. “Inside the Game” begleitet die Entwickler von CD Projekt Red nicht nur im Warschauer Headquarter, sondern auch bei den ersten Präsentationen der Demo-Version in Los Angeles und Köln.

Cyberpunk 2077: Desaströser Release

Als "Cyberpunk 2077" 2020 auf den Markt kam, hielten die Spieler nach Jahren des Hypes ein bestenfalls unfertiges Spiel in den Händen – wenn es denn überhaupt lief. Denn auf einigen Konsolen war der Blockbuster unspielbar. Es fehlte viel von dem, was die Entwicklerinnen und Entwickler zuvor versprochen hatten. Die Gaming-Szene war in Aufruhr, der Vorwurf des Betrugs stand im Raum. Das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red erlebte einen Shitstorm ungekannten Ausmaßes, der Aktienkurs stürzte ab, die Mitarbeitenden erhielten täglich Morddrohungen. Zudem erschienen Berichte über die schlechten Arbeitsbedingungen, Druck und Überstunden bei der Entwicklung von "Cyberpunk 2077".

Schadensbegrenzung: Cyberpunk 2077 2.0"-Update kostenlos

In den Monaten nach dem desaströsen Release löste CD Projekt Red nach und nach die gegebenen Versprechen ein. Nachdem die gröbsten technischen Probleme behoben waren, lieferte der polnische Entwickler die versprochenen Inhalte nach – als kostenlose zusätzliche Download-Inhalte. Das "Cyberpunk 2077 2.0"-Update gibt den Spielern endgültig das versprochene Gaming-Erlebnis in die Hände – und bereitet auf den Release von "Phantom Liberty" vor.

Eine Doku über das (Fan-)Traumprojekt im Cyberuniversum

Eigentlich lassen sich große Videospiel-Entwickler nicht über die Schultern schauen. Für diese Doku konnte ein ARD-Team jedoch die polnische Firma CD Projekt Red – nach dem Scheitern der Erstveröffentlichung – bei der Arbeit rund um die Spiel-Erweiterung zu "Cyberpunk 2077" mit der Kamera begleiten. Der Film zeigt Menschen unter Hochdruck: Wie können die Entwicklerinnen und Entwickler kreativ arbeiten, mit der Niederlage im Rücken und mit Hassmails im Postfach? Können sie verlorenes Vertrauen zurückgewinnen? Schaffen sie es dieses Mal, das versprochene Spiel zu programmieren, ohne Überlastungen, Panikattacken und Depressionen zu bekommen? 

"Witcher 3" macht CD Projekt Red zum Global-Player

Quest Director Paweł Sasko, Studiochef Adam Badowski, Lore Director Patrick Mills und Leveldesigner Miles Tost ließen sich in Warschau, Berlin und Los Angeles von der Kamera begleiten. Sie geben intime Einsichten in ein Unternehmen, das vor wenigen Jahren noch ein polnischer Underdog war, aber spätestens mit "Witcher 3" zum Global Player wurde. Gleichzeitig blicken Protagonistinnen und Protagonisten aus der deutschen Gaming-Szene auf "Cyberpunk 2077": der YouTuber FragNart, die Influcencerin Farbenfuchs sowie die Gaming-Journalistinnen und -Journalisten Krogi vom ZDFneo-Gaming-Format "Game Two" und vom Gaming-Kanal "Rocketbeans", Michael Graf von der Gaming-Website "GameStar" sowie Lisa Ludwig von der Website Moviepilot.

Credits

ARD | 2023 | 76 Min.
Ein Film von Mariska Lief und Agata Pietrzik nach einer Idee von David Gern
Produktionsleitung: Lars Köhler (HR), Bettina Stein (WDR)
Redaktion: Simon Broll (HR), David Gern (HR), Regina Rohde (WDR), Yasmin Vorndran-Ahmadiar (ARD Kultur), Anika Mellin (MDR)
Eine Produktion des Hessischen Rundfunk, Westdeutschen Rundfunk, Mitteldeutschen Rundfunk und ARD Kultur.

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