Doku-Serie

Faszination Live Action Role Playing: WeltenSpieler

Sie ziehen in epische Schlachten, sorgen als Priesterinnen für kultische Hilfe oder singen als Barden über Abenteuer und Heldenmut. Live-Action-Role-Player (LARP) erschaffen eigene Charaktere und tauchen in fiktionale Welten ein. In der dreiteiligen Doku-Serie erzählen "LARPer", was sie dabei über sich und die reale Welt lernen.

LARP – Urlaub vom Ich: Eine Bardin, ein Kriegerpaar, eine Priesterin und zwei Untote erzählen

Deutschland gilt als Hochburg für Live Action Role Playing, auch Larping genannt; jedes Wochenende können LARPs auf Conventions ihre Charaktere verkörpern. Und das Phänomen ist viel mehr als in der Freizeit in ein Kostüm zu schlüpfen, um dem Alltag zu entfliehen. Eine Bardin, ein Kriegerpaar, eine Priesterin und zwei Untote erzählen, was sie daran reizt, mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen haben und was sie von ihren Abenteuern für ihr normales Leben lernen.

Im Reich der Fantasy: Mit dem Herrn der Ringe und dem Witcher auf der ConQuest of Mythodea

Fantasy-Mittelalter ist das erfolgreichste Genre im LARP. Hier treffen sich die Live-Rollenspieler:innen auf Zeltlagerplätzen oder im Wald, um gemeinsam Szenen wie aus "Herr der Ringe", "Game of Thrones" oder aus dem "Witcher"-Universum nachzuspielen. Beim "ConQuest of Mythodea" treffen bis zu 10.000 Rollenspiel-Begeisterte aufeinander und liefern sich epische Schlachten. Sowohl, dieneigen, die solche Evwents veranstalten, als auch solche, die mitspielen, packen hier aus – auch hinter den Kulissen.

Von Western bis Cyberpunk: Harry Potter und Saloon-Girl treffen sich in der Dystopie

Es gibt noch mehr Welten, in die LARPs eintauchen können. ZUm Beispiel als Magier oder Magierin in der "Wizarding World" im Harry-Potter-Universum oder als Saloon-Girl beim Western-LARP "Fort Alamo". Am krassesten in der Szene gelten dystopischen Welten, wie sie bei den Cons "Greylight" oder "Tales – Inside" bespielt werden – hier können Leute, die im Alltag zur Ton-angebenden Mehrheitsgesellschaft gehören, "erfahren", wie sich Rassismus oder das Unterordnen in einer Klassengesellschaft anfühlt.

HR | 2022 | 3 Folgen
Buch und Regie: Simon Broll
Redaktion: Dorothee Ott, Christian Sprenger
Eine Produktion des hr, Hessischer Rundfunk.

Eine Frau geht im Kunsthaus Apolda Avantgarde zwischen den Radierungen "Escalade vers la lune" (l., 1969) und "L' Exile noir" (1969) in der Ausstellung "Joan Miro - Poetische Welten".

Genresprenger

Vieles in Kunst und Kultur gehört nicht in eine bestimmte Kategorie. Sondern in mehrere. Oder eben in keine.

Weitere Inhalte in der ARD Mediathek und der ARD Audiothek entdecken.