Podcast

Unter Büchern mit Katrin Schumacher

Aktuelle Buchbesprechungen, Interviews mit Autoren und Autorinnen, Neues vom deutschen und internationalen Buchmarkt und von Büchermenschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. All das findet sich in "Unter Büchern", dem Literatur- und Bücherwelt-Podcast von MDR Kultur.

"Die 3 der Woche": Qiu Miaojin, Diane Oliver und Nora Krug

Katrin Schumacher empfiehlt: "Sund" von Laura Lichtblau, den neuen Roman von Aleksandar Hemon mit dem Titel "Die Welt und alles, was sie enthält" sowie das Hörbuch zu Per Olov Enquists "Der Besuch des Leibarztes".

Neue internationale Literatur mit Robert Saviano, Julia Jost und Fatin Abas

Robert Saviano: Falcone Über den Mut und die Zerbrechlichkeit eines Mannes, der die Welt veränderte. Vorgestellt von Martin Schwarz

Vladimir Sorokin: Doktor Garin Ein groteskkomischer Roadtrip durch eine posthumane Welt des Chaos und des Krieges. Vorgestellt von Ulrich Sonnenschein.

Maggie O’Farrell: Hier muss es sein Als Daniel Claudette zum ersten Mal begegnet, ahnt er nichts von der komplizierten Vergangenheit dieser scheinbar so berühmten wie rastlosen Frau. Vorgestellt von Ulf Heise.

Julia Jost: Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht. Vorgestellt von Kais Harrabi

Fatin Abbas: Zeit der Geister Ein ergreifender Roman über die Liebe in Zeiten des Krieges im Sudan, Vorgestellt von Bettina Baltschev

Das Gedicht von Tom Schulz

Qiu Miaojin, Diane Oliver und Nora Krug in der Bücherschau mit Katrin Schumacher

Literaturredakteurin Katrin Schumacher empfiehlt in dieser Woche: den Roman "Letzte Worte vom Montmartre" von Qiu Miaojin, Diane Olivers Short Storys "Nachbarn" und das Buch "Im Krieg" von Nora Krug.

Bunte Bücher und vielfältige Geschichten: Bücher für den Lesenachwuchs

Jugendbuch von Jan Koneffke: Dudek Psychologisch genau erzählt der Autor von einer mutigen, empfindsamen Einzelgängerin und von einem Jungen, der in Dunkelheit leben musste. Wie sie sich befreien, wird in einer berührend-kraftvollen Sprache beschrieben. Von Karin Hahn

Bilderbuch von Marius Marcinkevičius: Adelheid und Ferkolin Diese poetische Geschichte verknüpft spannenden Kinderalltag mit Abenteuer. Zarte, pastellfarbene Bilder von Lina Dudaite erwecken die fantasievolle, verspielte Geschichte zum Leben, so Regine Förster.

Kinderbuch von Sid Sharp: Der Wolfspelz In diesem hinreißenden Kinderbuch wie auch Comic schneidert sich ein kreatives Schaf einen Wolfspelz. Und zwar aus gutem Grund: Um dem Gefressen-Werden zu entgehen. Karsten Müller stellt vor.

Jugendbuch von Feurat Alani: Der Geschmack von Aprikoseneis 1000 Tweeds erzählen vom Leben des Autors und vom Alltag, den Menschen in Kriegs- und Krisenzeiten bewältigen. Ein Stück Weltgeschichte, von dem die Leserinnen und Leser in besonderer Form erfahren, meint Soso Seydel.

Bildersachbuch von Roberta Gibson: Komm, wir entdecken ein Insekt! In diesem Buch lernen Kinder auf ungewöhnliche Art und Weise, was ein Insekt eigentlich ausmacht. Von Jörg Schieke

Lese-Empfehlung: Bücher von Jonas Jonasson, Thomas Podhostnik und Paul Lendvai

Literaturredakteurin Katrin Schumacher empfiehlt in dieser Woche: "Dear Mr. Saunders" von Thomas Podhostnik, "Wie die Schweden das Träumen erfanden" von Jonas Jonasson und "Über die Heuchelei" von Paul Lendvai.

Von hier für da – Gedichte für die Gegenwart

Vier neue Stimmen in der Lyrikszene haben wir uns vorgenommen: Laura Friedrich, John Sauter, Juliane Blech und Jan Röhnert. Über deren neuen Bücher diskutiert Katrin Schumacher mit Martina Hefter und Jörg Schieke.

Lesetipps: Drei Bücher von Nicole Seifert, Sven Hanuschek und Heinz Bude

Literaturredakteurin Katrin Schumacher empfiehlt drei Bücher: "Einige Herren sagten etwas dazu" von Nicole Seifert, "Keiner blickt Dir hinter das Gesicht" von Sven Hanuschek und "Abschied von den Boomern" von Heinz Bude.

Zwei am Fluss: neue Romane für den Bücherfrühling

Der Hagel hat sie vom Fluss ins Trockene getrieben. Julia Schoch, die Schriftstellerin und Matthias Jügler, der Leipziger Autor haben sie sich an die Saale gesetzt, wobei das mit dem Angeln nicht von Erfolg gekrönt war. Das Mikro allerdings bleibt auch im Trockenen an. In der vierten Folge geht es um den Osten und Bücher, die den Wunsch nach Frühling wecken.

Alex Capus: "Das kleine Haus am Sonnenhang" Selten sind die Geschichten von Alex Capus durch und durch erfunden. Der in Olten in der Schweiz lebende und dort übrigens eine Bar betreibende Schriftsteller, erzählt von Menschen, die es tatsächlich gegeben hat, so zuletzt in "Susanna" oder in "Léon und Louise", seinem ersten, großen Erfolg. Oft geht es bei Capus auch um das eigene Leben - wie jetzt wieder in "Das kleine Haus am Sonnenhang". Das Hörbuch, das der Autor selbst eingelesen hat, erscheint im Februar, und Katja Weise stell den Roman und das Hörerlebnis vor.

Michael Köhlmeier: "Das Philosophenschiff" Philosophenschiffe – das ist die in der Nachzeit entstandene Bezeichnung für jene Schiffe, mit denen die neue bolschewistische Sowjetunion unter Lenin 1922 missliebige Intellektuelle außer Landes brachte. Es waren also nichts mehr und nichts weniger als Deportationen mit dem Passagierdampfer. Ein solches Schiff ist nun Handlungsträger im neuen Roman des österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier. "Das Philosophenschiff" ist er passenderweise betitelt. Martin Maria Schwarz stellt ihn vor.

Timon Karl Kaleyta: "Heilung" Alle Berufe aufzählen, die mit A anfangen, danach alle mit B. Immer noch nicht eingeschlafen. Schauspieler von A bis Z. Jetzt Schauspielerinnen. Noch nicht eingeschlafen. Den Lieblingsweg am Urlaubsort abschreiten. Vergeblich. Ungefähr 10 % aller Erwachsenen leiden an chronischen Schlafstörungen - hat das Robert Koch Institut erforscht. So wie der Held in Timon Karl Kaleytas zweitem Roman. „Heilung“ heißt er, und Claudia Ingenhoven hat ihn gelesen.

Elias Hirschl: "Content" Mit seinem letzten Buch "Salonfähig" hat er sich eine Generation vorgenommen, die der Verlag Generation "Slimfit" genannt hat, junge Männer in sportlich geschnittenen Anzügen mit großen Ambitionen. "Salonfähig" galt als Schlüsselroman für die Ära Sebastian Kurz in der österreichischen Politik. Jetzt hat Elias Hirschl sich wieder eine Szene vorgenommen, wieder einen satirischen Roman geschrieben, dieses Mal geht es um die digitale Ökonomie in ihren Auswüchsen: Startups mit Absurden Ideen; Firmen, die unsinnige Artikel und Listen ins Internet werfen; Desinformation und dunkle Machenschaften. Kais Harrabi stellt „Content“ vor.

"Von hier für da" – Gedichte für die Gegenwart Das Gedicht kommt von einer Autorin, die zugleich als Verlegerin das literarische Leben in Thüringen und Erfurt begleitet und bereichert: Julia Kulewatz wurde bei Berlin geboren und wuchs dort und in Erfurt auf. Sie studierte Literaturwissenschaft, Philosophie, Modezeichnen und Choreografie und gibt Seminare  zum Thema "Kreatives Schreiben".

Mit Literatur durch die Geschichte und die Region reisen

Literaturreihe »Unerzählt« in Dresden. Die Welt von heute ist wieder eine kriegerische Welt. Das kann man so sagen, aber irgendwie stimmt es nicht… Denn die Welt? Das sind doch wir. Es sind ja immer wir Menschen, die nicht friedlicher werden, einzelne Menschen vor allem, die immer wieder zu archaischen Mitteln greifen, um ihre Interessen oder besser: ihre Machtfantasien und ihre Zerstörungswut durchzusetzen. Aber was macht das mit dem Rest der Menschheit? Eine Literaturreihe will dieser Frage auf den Grund gehen. Zunächst vier Abende lang heißt es in Dresden »Unerzählt – Wie Kriege Generationen prägen«. Michael Ernst stellt das Projekt vor.

Neujahrsvorsätze und weibliche Perspektiven: Zwei am Fluss mit Matthias Jügler und Julia Schoch

"Zwei am Fluss", Folge 2: Mit Matthias Jügler und Julia Schoch geht es um den Ruhm. Nachdem die beiden die Angelrute ausgeworfen haben sprechen sie darüber, wie Fame und Fantasie zusammengehen. Und wie das einsame Geschäft des Schreibens mit dem Rummel um die Person zusammengeht.

Mit ihrem Roman "Der Freund", wurde Sigrid Nunez international bekannt. Nun können wir Nunez‘ jüngstes Buch kennenlernen: "Die Verletzlichen". Das setzt sich mit dem ersten Jahr der Corona-Pandemie auseinander und von Anette Grube ins Deutsche gebracht wurde. Ulrich Rüdenauer stellt es vor.

Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Von Dry January bis mehr Sport, weniger Netflix … schon was durchgehalten? Oder eher nicht? Und überhaupt, was ist mit diesen ganze To Do Listen? Damit hat auch Lars Messerschmidt in dem Roman "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek zu tun: Er hat sich Einiges vorgenommen, aber nichts davon erledigt. Ein Stau an Aufgaben, ausgerechnet an Silvester. Die Hörbuchfassung liest die Autorin selbst und Leonie Berger stellt sie vor.

Iris Wolff ist mit ihren Eltern nach Baden Württemberg ausgewandert, als sie 8 war. Ihre ersten Lebensjahre hat sie in Rumänien verbracht, im deutschsprachigen Rumänien. Genau da, in Siebenbürgen und im Banat, begann ihr letzter Roman: "Die Unschärfe der Welt". Der neue Roman heißt "Lichtungen", er spielt in einer Zeit, in der Nachrichten noch auf einem Zettel an der Tür hinterlassen wurden. Diesmal im Norden Rumäniens. Claudia Ingenhoven hat erstmal den Atlas aufgeschlagen …

Zeit ihres Lebens schrieb die brasiliansiche Dichterin Clairce Lispector auch Kolumnen für brasilianische Zeitschriften. Der Sammelband "Wofür ich mein Leben gebe" enthält eine Auswahl dessen, was sie in 30 Jahren ihren Leserinnen und Lesern mitzuteilen hatte. Übersetzer und Herausgeber des Buches ist Luis Ruby, der auch schon ihre Romane und Erzählungen ins Deutsche übertrug. Eva Gaeding stellt das Buch vor.

Von hier für da – Gedichte für die Gegenwart": An dieser Stelle lesen Dichter und Dichterinnen aus neu erschienen Werken – diesmal allerdings gibt’s einen kleinen Schlenker. Und zwar zu Ehren eines Kulturguts: der Thüringer Rostbratwurst. Die feiert 620. Geburtstag und unser Gedicht eines oder einer unbekannten Verfasser*in bestätigt mal wieder: Dichten lässt sich wirklich über alles.

Bücher von David Gray, Sandra Langereis und Kai Grehn

Literaturredakteurin Katrin Schumacher empfiehlt in dieser Woche diese drei Bücher: "Instinct" von David Gray, "Erasmus" von Sandra Langereis und das Hörbuch "Nick Cave" von Kai Grehn.

Die drei der Woche: Murakami, Schlink und Willmann

Haruki Murakami strickt die Geschichte vom Hard-Boiled Wonderland in "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" fort.
Thomas Willmann erzählt in "Der eiserne Marquis" aus dem Wien des Jahres 1753. Und Bernhard Schlink schaut mit "Das späte Leben" auf das Lebensende.

Gespräche und Buchvorstellungen beim Angeln an der Saale mit Matthias Jügler und Julia Schoch

Start ins kalte neue Jahr mit einer neuen Folge der kleinen Wasser- und Angelserie. Matthias Jügler, der Leipziger Schriftsteller, hat sich mit der Schriftstellerin Julia Schoch an die Saale gesetzt zum Angeln – und zum Reden. Mit im Ausrüstungskoffer: Neuerscheinungen von Emma Braslavsky, Nathan Hill, Laszlo Krasznahorkai und Marc-Uwe Kling sowie ein Gedicht vom Leipziger Lyriker, Musiker und Performer John Sauter alias Johnny Katharsis.

Aus USA, China und Brandenburg: Träume und Albträume aus anderen Städten

Der Banned Book Club – per App zu verbannten Büchern in der USA. Katrin Brand ist unsere ARD-Korrespondentin in Washington und hat die USA im Blick. Immer wieder hört man, dass dort Bücher verboten oder aus dem Schulkanon entfernt werden – diese Situation erzählt sie uns – und auch: wie das digitale Rebellinnentum dagegen angeht…

Susann Stephan: Der Held und seine Heizung. Die Autorin erzählt die Geschichte der wärmenden Feuer aus Sicht von Dichtern der Vergangenheit und Gegenwart, inclusive ihrer literarischen Helden. Sabine Frank findet diese Erzählung genauso überzeugend wie unterhaltsam.

Christoph Keller: Afrika fluten! Gegen die grauen Tage und die Kälte hilft vielleicht eine literarische Flucht ans Mittelmeer. Der Schweizer Journalist und Autor Christoph Keller ist schon lange davon fasziniert, er pendelt zwischen Basel und einem Segelschiff auf dem Mittelmeer. Und auch in seinem neuen Roman spielt das Mittelmeer eine tragende Rolle. Bzw. soll es keine Rolle mehr spielen, sondern verschwinden. Wie genau, das weiß Kais Harrabi, er stellt das Buch vor.

Rao Pingru: Unsere Geschichte. Rao Pingru wurde 1922 in der chinesischen Millionenstadt Nanchang geboren und starb 2020 in Shanghai. Er war Soldat, verbrachte lange Zeit in einem Umerziehungslager und arbeitete als Redakteur. 2008 nach dem Tod seiner Frau begann er seine Erinnerungen niederzuschreiben und mit Bildern zu illustrieren. Seine Enkelin stellte einige der Texte und Zeichnungen ins Netz und löste große Begeisterung aus. Rao Pingru entschloss sich darauf, seine Erinnerungen zu veröffentlichen. Das Buch ist mittlerweile in zahlreichen Sprachen erschienen. Holger Heimann hat die deutsche Übersetzung gelesen.

Michael Kröchert: Wasserläufer. Die Geschichte eines Mannes, der sich entscheidet ein paar Monate auf einem selbstgebastelten Floß auf den Flüssen und Seen Brandenburgs zu verbringen. Alexander Suckel stellt den Roman vor, der eine wunderbare Erinnerung an den Sommer ist und eine Geschichte darüber, dass sich die Welt bewegt, wenn man sich in ihr bewegt.

Schauplätze der Weltliteratur: Stephen Kings Maine. Die meisten Horror-Thriller von Stephen King spielen in seinem Heimatstaat Maine - ganz im Nordosten der USA. Das 30.000 Seelen-Städtchen Bangor mit seinem einsamen Straßen und altmodischen Shops diente ihm häufig als Vorlage. Dort spielt zum Beispiel der Gruselroman "Es" und vom Mount Hope Cemetery holte er sich seine Inspiration für "Friedhof der Kuscheltiere". Er selbst verbringt noch die Sommer in Maine, ansonsten lebt der 75jährige Autor in Florida. Claudia Sarre nimmt uns mit in Kings Welt(en).

Literatur zum Weinen und Lachen

Jon Fosse: Ein Leuchten
Sein deutscher Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel musste viele Nachtschichten einlegen: Zum einen für den neuesten Teil eines 7-bändigen Romans von Fosse, zum anderen für die Erzählung "Ein Leuchten", die auch in Norwegen erst in diesem Jahr erschienen ist. Claudia Ingenhoven stellt sie vor.

Olga Martynova: Gespräch über die Trauer
Zuletzt erschien im Jahr 2018 der Essayband "Über die Dummheit der Stunde" – fünf Jahre ist das her, und diese längere Pause hat einen Grund: Im Sommer 2018 starb Martynovas Mann Oleg Jurjew. Welch tiefer Einschnitt in ihr Leben das bedeutet, beschreibt sie in ihrem neuen Buch. Ulrich Rüdenauer stellt es vor.

Eva Reisinger: Männer töten
Die österreichische Schriftstellerin Eva Reisinger – sie hat als Journalistin gearbeitet für den ORF, für NEON oder Zeit Online. Schon da ihre Themen: die Hinterfragung der Geschlechterrollen, von Identität und Glaubensmaximen. Nun ist im Leykam Verlag der erste Roman von Eva Reisinger erschienen. Einer der aufregendsten des Jahres 2023. Alexander Kühn stellt "Männer töten" vor, ein Buch, das es auf die "Shortlist Debüt" des diesjährigen Österreichischen Buchpreises geschafft hat.

Gabriela Adamesteanu: Der Trevi-Brunnen
Ihre Romane "Der gleiche Weg an jedem Tag", "Verlorener Morgen" oder "Provisorium der Liebe" gehören (nach oft um Jahrzehnte verspäteten Übersetzungen auch ins Deutsche) zum festen Bestandteil der europäischen Literatur. Denn die 1942 geborene Autorin Gabriela Adameșteanu ist eine scharfsinnige Chronistin der rumänischen Geschichte und Gegenwart. Da der blutige Umsturz in Rumänien am 21. Dezember 1989 seine entscheidende Wende erlebte, und (die Kämpfe bzw ihre gravierenden Nachwehen) im (im Juni bereits auf Deutsch erschienenen) Roman "Der Trevi-Brunnen" auftauchen, stellt Grit Friedrich das Buch gerade jetzt bei uns vor.

Albrecht Wagner: Die Hechtratte, die Recht hatte
Über wenige Worte lässt sich so gut wie über Schüttelreime – einen Spezialisten dafür gibt es in der Redakton von MDR Kultur und MDR Klassik. Albrecht Wagner hat nun ein ganzes Buch mit Schüttelreimen zusammengestellt, erschienen im Verlag Klingenberg. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt er von der besonderen Disposition, die man haben muss, um ständig Schüttelreime zu erfinden und über die glückliche Zusammenarbeit mit seinem Illustrator Ingolf Barth.

Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart
Das letzte Gedicht in diesem Jahr in Unter Büchern ist kein ganz neues – aber ein sehr aktuelles. Geschrieben hat es der als Romanautor, Lyriker und Theatermann hochgeschätzte Steffen Mensching – Intendant ja auch des Theaters in Rudolstadt. Mit seinem Gedicht "Letzte Naht am Ende des Mantels der Geschichte" reagierte Mensching vor einigen Jahren offensichtlich auf die Behauptung eines Philosophen – der mit dem Untergang des sozialistischen Lagers auch die politische Geschichte als für immer entschieden ansah.

Eine Weihnachtsfolge von Unter Büchern!

Kat Menschik und Veronique Witzigmann: "Selbstgemachte Geschenke zum Aufessen" – Ein last Minute Helfer! Ein neuer Band aus der Lieblingsbibliothek von Kat Menschik, der wieder einmal zum Kochen und Backen führt. Im Interview erzählt die Illustratorin von ihrer Leidenschaft für schöne selbstgemachte Geschenke und wie sie mit der Köchin Veronique Witzigmann zusammengearbeitet hat.

Jaroslav Rudiš: "Weihnachten in Prag" – Eine schön illustrierte Weihnachtsgeschichte aus dem verschneiten Prag. Vorgestellt von Tino Dallmann.

Susanne Niemeyer: "Zur halben Nacht" – Eine Woche vor Heiligabend packt Alice ihren Rucksack und bricht auf. Mit drei sonderbar sympathischen Typen, die sich Könige nennen.... Vorgestellt von Wolfgang Schilling.

Matthias Matschke liest: "Weihnachten mit Ringelnatz" – Gedichte für die Feiertage. Vorgestellt von Jens Sparschuh.

Selma Lagerlöf: "Ein Weihnachtsgast" – Die schönsten Weihnachtsgeschichten von Selma Lagerlöf. Vorgestellt von Tino Dallmann.

Das Gedicht von hier kommt diesmal von Jörg Schieke, es stammt aus seinem gerade im Poetenladen erschienenen Band "Silverman schickt mich" und heißt: "Die Geschichte vom familiären Zusammenhalt".

Kinder- und Jugendbücher für Weihnachten | Vorgestellt von Britta Selle

Buchgeschenkideen für jüngere Leserinnen und Leser. In der Sendung sammeln wir Kirschen fürs Kamel, lesen in wahren Wolfs-Geschichten und stellen farbenfrohe Bücher vor, die Wissen für kleine Leute in Bildern vermitteln.

Was sollen wir im Winter lesen?

Der Ticketverkauf für die Leipziger Buchmesse hat begonnen unda damit auch der Abschied von Oliver Zille, ihrem langjährigen Direktor. Prominente Stimmen wie Karin Schmidt-Friederichs und Ingo Schulze würdigen sein jahrzehntelanges Engagement für die Leipziger Buchmesse, in einem Beitrag von Andreas Berger.

Und was sollen wir diesen Winter lesen? Die Portugiesin Dulce Maria Cardoso, die in ihrem sehr erfolgreichen Roman "Die Rückkehr" aus ihren Kindheitserinnerungen geschöpft hat, macht ähnliches in ihrem neuen Roman "Eliete". Hier verarbeitet sie ihr erstes Leben als Anwältin.

Andrea Giovene lebte von 1904 bis 1995, wurde kurzzeitig sogar für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. In Italien ist seine fiktive "Autobiografie des Giuliano di Sansevero" zwischen 1966 und 1970 erschienen, sie wurde nun erstmals komplett ins Deutsche übersetzt von Moshe Kahn. Michael Ernst hat mit ihm gesprochen.

Am Alter kommt niemand vorbei, doch gesellschaftlich will eingentlich niemand drüber reden. Die französische Philosophin und Historikerin Laure Adler hat darüber geschrieben, in Frankreich mit 100.000 verkauften Exemplaren ein großer Bestseller: "Die Reisende der Nacht. Über das Altern". Sky Nonhoff stellt es vor.

Depression ist eine der häufigsten psychischen Krankheiten in Deutschland und weltweit. Laut WHO erkranken mehr als zehn Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens daran. Kein Wunder also, dass Depressionen auch in Literatur und Comics Thema sind. Die Schweizer Zeichnerin Rina Jost hat nun einen Comic vorgelegt, in dem sie die Krankheit aus der Sicht der Angehörigen schildert. "Weg" heißt der Comic und Andrea Heinze stellt ihn vor.

"Poetologie eines bevorstehenden Unglücks": So heißt unser Gedicht heute in Unter Büchern. Und damit stellen wir die 1986 in Erfurt geborene Anne Martin vor. Inzwischen lebt sie in Greifswald und veröffentlichte 2022 den Gedichtband "sollbruchstellen", erschienen bei der Parasitenpresse, Köln. 2023 erhielt sie den Literaturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Gedicht liest sie selbst.

Literatur in und um Dresden

Seit Juni war der Leipziger Schriftsteller Carl-Christian Elze Stadtschreiber in Dresden – jetzt sind die sechs Monate um und er wird die Stadt wieder verlassen. Die er, obwohl so nah an Leipzig dran, bis dahin kaum kannte. Die er aber inzwischen erkundet hat und die ihm Raum sowie Inspiration zum Schreiben bot. Vor seiner Abreise hat Grit Krause ihn jetzt noch einmal getroffen.

Die Autorin Iris Wolff hat Ende Oktober den Chamisso-Preis Dresden erhalten. Damit verbunden ist eine Einladung zur Chamisso-Poetikdozentur 2023, deren erste Vorlesung Iris Wolff unter den Titel "Das Streichholz" gestellt hat. Eine "Einladung ins Ungewisse" sollte es sein. Michael Ernst hat den Auftakt für MDR KULTUR besucht und die Schriftstellerin gesprochen.

28 Jahre war Christian Lehnert alt, als er 1997 mit dem Gedichtband "Der gefesselte Sänger" debütierte – ein Wahnsinnserfolg. Medien feierten ihn landesweit als neue Stimme der deutschen Poesie. Damals arbeitete der gebürtige Dresdner als Pfarrer in Burkhardswalde im Müglitztal. Seit 2012 führt er das Liturgiewissenschaftliche Institut der Universität Leipzig. Doch der Literatur hat er trotz seiner akademischen Verpflichtungen nie abgeschworen. Gerade ist unter dem Titel "Das Haus und das Lamm" ein Prosaband von ihm erschienen. Ulf Heise stellt ihn vor.

Schon das Cover ist im Stil des berühmtem Meißner Zwiebelmusters gestaltet und in Goldschrift steht darauf zu lesen: "Der Porzellaner – Eine Geschichte aus Meißen". Geschrieben hat sie Annick Klug.Sie lässt einen jungen Mann 1706 nach Meißen reisen, um bei dem berühmt berüchtigten Alchemisten Friedrich Böttger das Goldmachen zu erlernen. Statt des ersehnten Goldes, das König August zur Finanzierung seiner Kriege braucht, gelingt die Erfindung des Porzellans. Wolfgang Schilling stellt den Roman vor.

Von hier für da, Gedichte für die Gegenwart – in derLyrikrubrik aus Mitteldeutschland liest Sandra Hüller das Gedicht "Über den Winter" von Elke Erb.

"Die 3 der Woche": Anja Zimmermann, Ella Al-Shamahi und Eva Menasse

Katrin Schumacher empfiehlt "Brust – Geschichte eines politischen Körperteils" von Anja Zimmermann, "Der Handschlag" von Ella Al-Shamahi und "Alles und nichts sagen" von Eva Menasse.

Lesens- oder sehenswert: Neue Graphic Novels

Graphic Novels von Torsten Schulz, Kate Charlesworth und Anke Feuchtenberger machen den November bunt. Außerdem geht’s zu einem japanischen Klassiker und in den neuen Radiotatort.

Vor zehn Jahren hat Torsten Schulz seinen Roman "Nilowsky" veröffentlicht – nun ist er als Graphic Novel von Niels Schröder wiederauferstanden. Im Gespräch erzählt Schulz von der Freude am Bild und der Liebe zu Details.

Wie kaum eine andere hat Anke Feuchtenberger die deutsche Comiclandschaft geprägt. Nun hat sie ihr bislang seitenstärkstes Einzelwerk vorgelegt. "Genossin Kuckuck" heißt das und Andrea Heinze stellt es vor.

Eigensinnig, bunt und persönlich – in ihrem Comic "United Queerdom" zeichnet Kate Charlesworth ein Panorama der Vorreite*innen für ein selbstbestimmtes queeres Leben. Graphic Novel Expertin Andrea Heinze stellt auch dieses Buch vor.

Der 1925 in Tokio geborene Yukio Mishima gilt bis heute als Wunderkind der japanischen Literatur. Sein Essayband "Sonne und Stahl" ist nun erstmals auf Deutsch erschienen – im Mitteldeutschen Verlag. Jörg Schieke hat ihn gelesen.

Die Hamburger Schriftstellerin Simone Buchholz schreibt ab und an Hörspiele – und das neuste ist ihr erster Radio-Tatort. Worum es in ihm geht und weshalb er ein spannender literarischer Hinhörer ist erzählt Susanne Birkner.

In unserer Gedicht-Galerie ist diesmal einse sehr besondere lyrische Sprechweise zu erleben. Der in Halle lebende Christian Kreis entwirft in seinen Gedichten komische - und gern auch sarkastisch-böse Szenerien, die er in klassischen lyrischen Formen unterbringt. Er selbst liest: "Nahrung nach Maß"

Alle älteren Folgen von "Unter Büchern" sind hier in der Audiothek zu finden.

In "Unter Büchern" taucht Literaturkritikerin Katrin Schumacher für MDR KULTUR jede Woche in die Welt der Bücher ein.

Ein junger Mann liegt lesend auf einem Sofa. Young man relaxing on sofa with book.

Bücher, Neuerscheinungen, Bestseller: ARD Kultur Literatur

Bücher, Bücher, Bücher: Welche Bücher sind neu, was sollten Sie diesen Herbst unbedingt lesen, was sind die Bestseller von morgen, und die Must-reads im kommenden Winter? Unsere Magazine, Dokus und Podcasts halten Sie auf dem Laufenden.

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