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Nie im Kino – gescheiterte Filmprojekte

"Nie im Kino" holt die Leichen aus dem Keller Hollywoods und spricht über Filme, die es nie bis ins Kino geschafft haben. Es geht um verzweifelte Produzent:innen, tief enttäuschte Regisseur:innen und größenwahnsinnige Filmprojekte.

"Giraffes on Horseback Salad"

Das wäre was geworden: Die fantastischen Komiker und der legendäre Künstler machen einen Liebesfilm. In der Hauptrolle: Die "surrealistische Frau", die man immer nur von hinten sieht. Immerhin brennt das Meer. Und die Giraffe.

Verhoevens & Schwarzeneggers "Crusade"

Zwei Superstars und ein Millionenbudget – was soll da schon schief gehen? Antwort: Alles. Paul Verhoeven und Arnold Schwarzenegger verkalkulieren sich mit ihrem Historien-Epos ganz gewaltig. Schade! Denn das wäre ein unglaublicher Film gewesen: ein Hollywood-Blockbuster über die Kreuzzüge, bei dem die Christen die Bösen sind.

Roger Rabbit: "Toon Platoon"

Zu laut, zu gewalttätig und viel zu sexy: "Roger Rabbit" hat nie wirklich gut zu seiner Produktionsfirma Disney gepasst. Vielleicht ist deshalb auch diese Fortsetzung nichts geworden, in der Roger und andere Cartoon-Figuren allen Ernstes gegen die Nazis in den Krieg ziehen.

William Gibson's "Alien 3"

Die ersten zwei Alien-Filme sind Klassiker. Bei "Alien 3" läuft dann alles schief. Unzählige Drehbuchschreiber:innen arbeiten sich Ende der 80er an Ripley und den Horror-Aliens ab. Jahrelang geht nichts weiter. Und doch sagen Fans: In dieser Zeit ist ein Drehbuch entstanden, das viel besser gewesen wäre, als der tatsächlich realisierte "Alien 3". Denn dieses Drehbuch stammt von keinem geringeren als Cyberpunk-Erfinder William Gibson.

Steve Soderberghs Rock-Oper "Cleopatra"

Vergesst "Ocean's Eleven" hier kommt Soderberghs unvollendetes Meisterwerk. Eine Rock-Oper über das Leben der letzten Pharaonin, vertont von der Indie-Band "Guided by Voices". Wir lassen "Cleopatra" jetzt endlich zumindest musikalisch zum Leben erwachen – und haben dazu sogar eigene Songs aufgenommen.

Tim Burton & Kevin Smith scheitern an Superman

Supermans schwerste Stunde. Anfang der 90er liegt der "Mann aus Stahl" am Boden. Die Comics verkaufen sich nicht und die letzten zwei Filme waren auch mies. Dann werden gleich zwei berühmte Regisseure gerufen, um Superman zu retten. Doch keiner von ihnen schafft es, dem toten Superhelden wieder Leben einzuhauchen.

The Day The Clown Cried

Ein fertiger Film – für immer weggesperrt. Das ist "The Day The Clown Cried". Hatte der Komiker Jerry Lewis schlicht zu viel Angst, den heiklen Film zu veröffentlichen? Es geht immerhin um einen Clown. Im Konzentrationslager.

James Bond: "Warhead"

Unglaublich: Es gibt ein vergessenes James-Bond-Drehbuch. Noch unglaublicher: Sean Connery persönlich hat daran mitgeschrieben. Und die Krönung: Sein Partner, Kevin McClory behauptet, eigentlich habe er James Bond erfunden.

Indiana Jones und der Affenkönig 

"Indiana Jones and the Monkey King" ist ein sehr seltsamer Film, inklusive Cyborg-Nazis und Panzer fahrende Affen. Das Hollywood-Dreamteam aus George Lucas und Steven Spielberg hat hier gerade noch rechtzeitig die Notbremse gezogen.

Jodorowskys Dune

Kaum zu glauben, aber (fast) wahr geworden ist dieser erste Versuch, Frank Herberts "Dune" zu verfilmen. Regisseur Jodorowsky castet Mick Jagger, Orson Welles und Salvador Dali – und dreht dann keine einzige Minute.

Herr der Ringe, erster Versuch

Musical-Szenen, psychedelische Pilze und Elben-Hobbit-Sex – klingt wie Fanfiction, ist aber das tatsächliche Drehbuch des ersten Versuchs, Tolkiens "Herr der Ringe" zu verfilmen (1970).

BR | seit 2019 | 11 Folgen
Redaktion: Christina Wolf
Eine Produktion von BR2, Bayerischer Rundfunk

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