Märchenkult

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel wird 50

Vor 50 Jahren ist ein Wunder geschehen: Begleitet von glücklichen Zufällen und ungewöhnlichen Umständen entstand der Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Der Streifen – so charmant "unperfekt" er völlig ohne Special Effects produziert wurde – avancierte zum ultimativen Weihnachtsfilm, der für viele zu gelungenen Festtagen gehört. 

Drei Haselnüsse und ein Mythos: 50 Jahre Aschenbrödel

Libuše Šafránková und Pavel Trávníček eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm

Der Film machte die Darstellerin des Aschenbrödels Libuše Šafránková und den Schauspieler des Prinzen Pavel Trávníček zu Stars. Beide hatten gerade ihre Schauspielausbildung abgeschlossen und eroberten die Herzen von Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern im Sturm. Sie werden geliebt und verehrt - bis heute.

Musik, Kunstschnee und Fischmehl

Die MDR-Doku „Drei Haselnüsse und ein Mythos - 50 Jahre Aschenbrödel” ergründet die vielen, immer wieder neu gestellten Fragen zum Film und zu seinen Dreharbeiten: Warum wurde im eisig kalten Winter und nicht im Sommer gedreht, wofür die Kostüme eigentlich geschneidert waren? Wie wurde aus dem armen Aschenbrödel aus dem Märchen im Film eine Figur, die keck und selbstbewusst für ihr Glück kämpft? Wie wurde aus einer tschechischen Film-Idee eine Kooperation mit der DEFA? Wo steht die prächtige Kalesche, die einst den großen Mimen Rolf Hoppe als König durch Moritzburg fuhr? Welche Rolle spielten für den Film Kunstschnee und Fischmehl? Und wie ist es dem genialen Komponisten der Filmmusik ergangen?

Hinter den Kulissen von Moritzburg

Dafür blickt die Doku im Gestüt Moritzburg und im Moritzburger Schloss hinter für die Öffentlichkeit verschlossene Depot-Türen und Remisen-Tore. Pavel Trávníček erinnert sich in den Barrandov Filmstudios Prag an die Dreharbeiten vor 50 Jahren. Er nimmt das Drehteam mit an den Original-Schauplatz der „Happy End”-Szene. Dort, auf der Burg Švihov, wo das Aschenbrödel wohnte und der Prinz seine Braut letztendlich findet, wagt der heute 73-Jährige ein Tänzchen. Archiv-Aufnahmen, Filmausschnitte, seltene Fotos aus den Barrandov Studios, Gespräche und Begegnungen zeichnen ein geschärftes Bild von den Zeitumständen 1972/73. Ein unsterblicher Aschenbrödel-Mythos wird erkundet, erzählt und gefeiert.

Credits

MDR | 2023 | 45 Minuten
Ein Film von René Römer
Redaktion: Ina Klempnow
Eine Produktion des MDR, Mitteldeutscher Rundfunk

Logo MDR (Bild: MDR)
Ein Becher mit Popcorn auf blauem Hintergrund.

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