Podcast

Nachtclub ÜberPop

Politik, Gesellschaft, Literatur oder Mode – wie das alles mit Popmusik in Verbindung steht, darüber sprechen wir mit Gästen aus dem Kulturbetrieb.

Fluides Festival - Fluctoplasma

Eine Sendung von Andreas Moll, zu Gast: Dan Thy Nguyen, künstlerischer Leiter des fluctoplasma Festivals

Alles fließt rund ums "fluctoplasma" - Hamburgs interdisziplinäres Festival für Kunst, Diskurs und Diversität. Bereits zum dritten Mal bietet es vom 27. bis 30. Oktober 2022 an der Schnittstelle ästhetischer und politischer Reflexionen ein Forum für mehr als hundert Künstler:innen und Speaker:innen. Sie stellen unter dem Leitsatz "retelling utopia" ihre Perspektiven für ein Zusammenleben in Vielfalt vor.

40 Jahre Compact Disc

Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Hermann Broich vom Projekt CD-Museum

So antiquiert die CD inzwischen auch erscheinen mag, in den frühen 80ern strahlte sie mal silbrig-blitzende Zukunft aus: klein und komfortabel, ohne Umdrehen und Bandsalat. Wie es damals losging, was davon noch übrig ist und in welcher Form die Compact Disc auch weiterhin eine Zukunft haben könnte: all das in einer Stunde ÜberPop.

Konzertbranche am Kränkeln: Nach und vor dem (Corona-)Kater?

Eine Sendung von Andreas Moll, zu Gast unter anderem Anoki (Musiker) und Andrea Rothaug (Rock City e.V.)

Die Popkultur als Patientin: Künstler:innen ächzen unter schleppendem Kartenvorverkauf. Festival-Veranstalter:innen melden Millionenverluste. Club-Betreibende fürchten den "vierten Lockdown". Die Konzertbranche kränkelt auch im Pandemiejahr 2022. Nach dem (Corona-)Kater scheint vor dem (Corona-)Kater zu sein. Im Nachtclub ÜberPop blicken wir zurück auf den Konzert- und Festivalsommer 2022 mit seinen vielen abgesagten oder defizitären Veranstaltungen. Wir sprechen mit Künstler:innen über die Perspektiven im Pop-Herbst und -Winter 2022/23 – insbesondere darüber, wie schwierig es zurzeit ist, Tickets für Tourneen und Konzertabende zu verkaufen. Wir hören uns um in der Clubszene des Nordens, die besorgt auf das neue Infektionsschutzgesetz blickt. So könnten Länder ab Oktober eine FFP2-Maskenpflicht in Restaurants, Bars und dem Kultur- und Freizeitbereich vorschreiben - und damit auch in Clubs. Tanzen und Musikgenuss mit Maske? Für das Hamburger Clubkombinat undenkbar: Die Maskenpflicht wäre de facto ein "Grund zur Schließung – ohne dass eine direkte staatliche Schließanordnung vorläge." Clubbtreibende zittern, Künstler:innen hadern, die Kulturbranche kränkelt weiter. Wie könnte die Heilung aussehen? Darüber spricht Andreas Moll u.a. mit dem Berliner Newcomer Anoki, mit dem Clubkombinat Hamburg und Andrea Rothaug von der Künstler:innen-Vertretung Rock City e.V.

"Hamilton" – wird Musical jetzt cool?

Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast Christian Fahrenbach und Tobias Hell (Musical-Experten) und Chasity Crisp, Daniel Dodd-Ellis und Redchild (Cast-Mitglieder)

US-Geschichte, erzählt mit Hip-Hop: Am Broadway hat das Musical "Hamilton" über einen der Gründerväter der Vereinigten Staaten seit 2015 zahlreiche Rekorde gebrochen und Preise eingeheimst. Im Herbst kommt das Stück, das sich vor allem durch ein divers besetztes Ensemble auszeichnet, als deutschsprachige Fassung nach Hamburg. Kann das funktionieren? Und wird das von der Popkultur gerne mal belächelte und verschmähte Genre Musical jetzt cool? Moderatorin Birgit Reuther hat die Show in New York gesehen und war bei der deutschen Cast-Präsentation in Hamburg dabei, bei der auch Kultursenator Carsten Brosda seine Vorfreude auf Musiktheater mit Haltung ausdrückte. Für den Nachtclub ÜberPop spricht Birgit Reuther mit den Musical-Experten Christian Fahrenbach (New York) und Tobias Hell (München) sowie mit den hiesigen Cast-Mitgliedern Chasity Crisp, Daniel Dodd-Ellis und Redchild.

Der Sound der Stadtteile

Eine Sendung von Siri Keil, zu Gast: Filiz Gülsular und Alena Kruse (Verein "Musik für die Elbinseln"), Maria Grillo (Musikerin), Steph Klinkenborg (48h Jenfeld) und Joycelyn Homadi-Sewor (Stadtteilkantorat Mümmelmannsberg)

"Listen to your neighbourhood": Musik auf Straßen, Balkonen und Dächern, in Gärten, Garagen und Waschsalons, auf Brücken, dem Tiefriedhof oder einem Floß. Siri Keil zeichnet bei Nachtclub ÜberPop ein Portrait darüber, wie Stadtteilbewohner:innen Hamburgs super diverse Viertel zum klingen bringen. Das Projekt 48h Wilhelmsburg zeigt seit 12 Jahren wie es geht: Musiker:innen jeder Kultur, aller Genres, Professionalisierungs- und Altersstufen von der Veddel und aus Wilhelmsburg bespielen 48 Stunden lang ihre Nachbarschaft. Premiere feiert in diesem Jahr das neue Format 48h Jenfeld. Und das Stadtteilkantorat Mümmelmannsberg baut kontinuierlich musikalische Brücken zwischen den Kulturen, Religionen und Generationen im Stadtviertel. Eine Gesprächs- und Klangkollage über den musikalischen Ausnahmezustand im Quartier, über (zusammen)wachsende Netzwerke, die Suche nach überraschenden Orten, die kollektive Kreativität der Stadtteilbewohner:innen und die Herausforderungen all diese Projekte am Laufen zu halten. Mit Filiz Gülsular und Alena Kruse vom Verein "Musik für die Elbinseln", der Musikerin Maria Grillo aus Wilhelmsburg, der Konzeptentwicklerin und Projektkoordinatorin von 48h Jenfeld Steph Klinkenborg und der Kulturwissenschaftlerin Joycelyn Homadi-Sewor vom Stadtteilkantorat Mümmelmannsberg.

Vom Flüstern und Kribbeln: ASMR in der Musik

Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Univ.-Prof. Dr. Claus-Christian Carbon (Psychologe) und Neo Hülcker (Komponist*, Performer*)

Es wäre unsinnig, bei ASMR von einem Trend zu sprechen. Darüber sind wir bereits hinaus. Das Internet steckt inzwischen voller Menschen, die nichts lieber tun, als anderen Menschen beizuwohnen, wie sie mit Papier knistern oder Geschichten in Mikros flüstern. Für viele ein pures Glücksgefühl. Fans der ASMR, also der Autonomen sensorischen Meridianreaktion, sind zu einer riesigen Community angewachsen - und die aktuelle Musikszene reagiert längst darauf, sie bedient sich fleißig und entwickelt weiter.

Festivalsommer 2022

Über den Festivalsommer 2022 spricht Nachtclub-ÜberPop-Moderator Andreas Moll u.a. mit den Macher:innen des Wattenschlick, des Dockville und weiterer Festivals.

Die Inzidenzen sinken, die Masken fallen, die Musik spielt wieder live. Der Sommer 2022 - er verspricht wieder ein echter Festivalsommer zu werden. Pop in der Pandemie-Pause. Konzerte in einer Corona-Zwischenphase. Wie glücklich sind die Veranstalter:innen darüber? Worauf dürfen die Fans sich freuen nach zwei entbehrungsreichen Festival-Saisons? Worauf sollten sie sich trotz aller wiedergewonnenen Freiheit einstellen? Was sind die Hygieneregeln? Wie wird verhindert, dass die Festivalwiese zum Superspreader wird? Festivals: Das sind große Band-Namen an meist kleinen Orten. Diesmal geben sich u.a. Acts wie Muse, The Strokes oder Florence + The Machine bei Festivalpremieren in Deutschland die Ehre. Aber auch auf den kleinen Bühnen wird endlich wieder einiges geboten.

Engagement und Popkultur

Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Enno Bunger

Konflikte und Fluchtbewegungen, Klimakrise, Corona und aktuell Putins Angriffskrieg auf die Ukraine: Inwiefern finden diese Ereignisse Widerhall in der Popkultur? Kommt jetzt die Zeit der neuen Friedenslieder? Und mobilisieren diese Krisen auch verstärkt und nachhaltig Künstler:innen zu solidarischen Aktionen? In dieser Ausgabe des Nachtclub ÜberPop spricht Moderatorin Birgit Reuther mit dem Hamburger Musiker Enno Bunger über Solidarität und politisches Engagement in der Popkultur. Auf seiner Facebook-Seite fasst er seine Kunst wie folgt zusammen: "Piano. Poesie. Politik. Punchlines." Enno Bunger macht sich stark für Initiativen wie Pro Asyl und Fridays For Future. Und er setzt mit seiner Musik immer wieder auf Demonstrationen ein Zeichen, zum Beispiel bei "Sound of Peace" in Berlin im März dieses Jahres. Eine Sendung mit Musik von Max Prosa & Dota Kehr, Die Goldenen Zitronen, Bosse, Anoki, Hannes Wader, Georg Kreisler und Enno Bunger.

Kulturelle Aneignung in der Popkultur: mehr als Pro und Contra

Siri Keil im Gespräch mit dem Musiksoziologen Johannes Salim Ismaiel-Wendt und dem Philosophen Christopher A. Nixon.

Katy Perry verkleidet sich als japanische Geisha, Justin Bieber versucht Dreadlocks zu tragen, Miley Cyrus will "schwarzen Sound" machen, ...das sind nur einige der lebhaft diskutierten Cultural-Appropriation-Beispiele jüngerer Pop-Geschichte. In verlässlicher Regelmäßigkeit wird die Kritik an kultureller Aneignung zur öffentlichen Streitfrage und sorgt für hitzige Diskussionen, gereizte Empörung und verhärtete Fronten. Nur selten bleibt Platz für Zwischentöne. Tatsächlich aber verdecken die gängigen Pro-und-Contra-Debatten die vielen wichtigen Themen und gesellschaftlich relevanten Fragen dahinter. Ein Blick auf die Hintergründe zu Kultureller Aneignung Grund genug für Nachtclub ÜberPop ein Stück weiter unter die Oberfläche zu tauchen und zu fragen: Wie könnte eine angemessene Auseinandersetzung mit der Kritik an kultureller Aneignung aussehen und was können wir daraus lernen? Mit: Johannes Salim Ismaiel-Wendt, Professor für Musiksoziologie und Popular Music Studies an der Stiftung Universität Hildesheim und Gründungsmitglied des KollektivARK. Arkestrated Rhythmachine Komplexities. und Christopher A. Nixon, Philosoph, Komparatist und freier Kurator. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Postkoloniale, Kritische und Politische Theorie, Ästhetik, Sozialphilosophie sowie (repräsentations-)kritische Museologie.

Klingeling, hier kommt der Eiermann – Blödelmusik mal im Ernst

Der Partyschlager ist nicht das Ding der deutschen Kulturelite – und er war es noch nie. Wer sich zu viele Gedanken über poststrukturalistische Musiktheorie macht, fragt sich mutmaßlich eher selten, ob da ein Pferd auf dem Flur steht oder wie viele Rudi Völlers es gibt. Antworten darauf und was gute Blödelmusik auszeichnet, wer sie hört, wie man sie produziert: alles in einer Stunde Überpop.

Ukrainischer Underground – Putins Krieg und die Folgen für die Popkultur

Kriegsgetöse klingt nach längst vergangen Zeiten – und bestimmt doch plötzlich wieder unser Leben, genau wie die Themen in den Nachrichten. Bedrückende Bilder, erschreckende Eindrücke, alte und vergessene Ängste – all das ist zurück und formiert sich massiv. Mit jedem Bombenangriff und jeder Explosion und Provokation wird es bedrohlicher. Auch für uns. Und doch: Putins Angriff auf die Ukraine findet Widerhall im Widerstand der Bevölkerung von Kiew, Charkiw, Odessa, Mariupol – und allen anderen Orten, an denen Ukrainerinnen und Ukrainer sich wehren, aufstehen, zu Wort melden. So wie zahlreiche Vertreter:innen der reichen ukrainischen und osteuropäischen Popkultur. Viele Musiker:innen leben längst ein Leben zwischen den Welten, sind beispielsweise Teil der Berliner, Wiener, Londoner, Warschauer oder Moskauer Szene. Andere verharren vor Ort oder berichten über das Leben ihrer Liebsten im Kriegsgebiet. Rocker:innen, Rapper:innen, rebellische Indie-Musiker:innen: Mit Yuriy Gurzhy von Rotfront und Dartsya Tarkovska von der ukrainischen Musikagentur Music Export Ukraine spricht Andreas Moll in dieser Sendung über ukrainischen Underground, Putins Krieg und die Folgen für die Popkultur.

Klangkörper Frau

Angesichts der Erfolge von Beyonce, Billie Eilish, Shirin David oder Sarah Connor könnte man meinen, die Geschlechtergerechtigkeit sei in der Musikbranche längst erreicht. Diese Popkünstlerinnen werden allerdings weitestgehend als Sängerinnen wahrgenommen. Wie aber ist es um Frauen an Instrumenten bestellt? Warum sind nach wie vor wesentlich weniger Musikerinnen an Gitarre, Bass und Schlagzeug aktiv als Männer? Und wenn sie Instrumente spielen, wie werden Frauen gesehen und in den Medien dargestellt? Geht es da wirklich um den Sound, der produziert wird? Oder um Stereotype, die reproduziert werden - von der niedlichen Elfe bis zur exotischen Femme Fatale. Die Hamburger Kulturanthropologin, Modetheoretikerin und Musikerin Catharina Rüß hat zum Thema "Klangkörper Frau" geforscht. In dieser Ausgabe des Nachtclub Überpop spricht Moderatorin Birgit Reuther mit ihr über die historische und heutige Symbolik, ein Instrument zu spielen, Klang zu erzeugen und Raum einzunehmen. Und natürlich geht es um Songs und Sound von Frauen - mit Musik von Dream Wife, Die Heiterkeit, St. Vincent und anderen.

Die Theatermusik der Bernadette La Hengst

Siri Keil im Gespräch mit der Musikerin, Songwriterin, Performerin und Theatermacherin Bernadette La Hengst – über Theatermusik, die das Haus verlässt, über Orte, die zu Chören werden, über Musik für Mütter und die Lust auf Utopie.

Musik im Theater hatte lange einen funktionalen Ruf – subtil soll die sein, die Handlung unterstützen und ansonsten am besten gar nicht auffallen. Nicht zuletzt durch die Öffnung der Institutionen und den Einzug von Popkultur hat sich das verändert: Musiker:innen spielen live auf der Bühne und werden zum Teil der Handlung. Bernadette La Hengst macht seit rund 20 Jahren Musik für Theater und gehört zu denen, die noch einen Schritt weiter gehen: Immer wieder verlässt sie mit den Inszenierungen das Gebäude. In kollektiven Prozessen bringt sie Schauspieler:innen mit Lai:innen zusammen. Sie und Ihre Kolleg:innen machen aus Kleinstädten und Landschaften Spielorte – aus Nachbar:innen und Viertelbewohner:innen werden Chöre. Dabei entsteht nicht nur Musik, die die Theaterproduktionen überdauert - auch die kollektiven Prozesse bleiben in den Gemeinden und Ortschaften. Am 5. März 2022 wird im Deutschen Schauspielhaus eine Deutschsprachige Erstaufführung Premiere feiern: "Die Freiheit einer Frau" – die Bühnenversion des aktuellen Romans vom französischen Autor und Soziologen Édouard Louis. Die Musik dazu stammt von Bernadette La Hengst, Peta Devlin und Bärbel Schwarz. In der Revue "Mutter**Land" macht sich Bernadette La Hengst außerdem, zusammen mit ihrer Tochter Ella Mae, auf familiäre Spurensuche und fragt nach der Bedeutung, die Migration für uns alle hat.

Berufsbild VJ: Mola Adebisi klärt auf

Man kann sie noch finden, wenn man sie nur gut genug sucht; doch sie verstecken sich inzwischen tief in den Nischen des schier unendlichen Programmangebots: An den VJs von heute hängt dennoch deutlich weniger Lametta, als es in den 80ern und 90ern der Fall war. Im Interview mit VIVA-Altmeister Mola Adebisi alles über den Aufstieg und Fall einer Berufsgruppe, über deren Erben und die Zukunft der Musikunterhaltung - gespickt mit Anekdoten über Castings, Klüngel und Investments in Freibäder.

Hotlist im kalten Januar – Trends und Trendsetter für 2022

Unter ihnen sind Rap-Hoffnungen wie 01099 aus Dresden. Zukünftige Mainstream-Anwärterinnen und -Anwärter wie Glockenbach, Leepa oder Rote Mütze Raphi. Der junge Elektro-Producer Jonasu, Künstlerinnen und Künstler wie Paula Hartmann, Kurtis Wells und Becks. Hinzu kommen spannende Impulse von Acts wie Ätna und Lie Ning. 15 Entdeckungen stehen auf der Hotlist 2022. Im kalten Januar präsentieren damit sämtliche ARD-Sender mit Deutschlandfunk Nova die viel versprechenden künftigen Musikstars des Landes. Wer wird die Musikwelt 2022 aufmischen? Welche jungen Musikerinnen und Musiker lassen in den nächsten Monaten aufhorchen? Dafür wagt jetzt die Hotlist "New Music 2022" der jungen ARD-Programme und Deutschlandfunk Nova die Pop-Prognose fürs neue Jahr. Gemeinsam präsentieren sie die wichtigsten neuen Musik-Acts aus Deutschland. Zuvor hatten sich die Redaktionen mit rund 100 Expertinnen und Experten beraten, Booking- und Promotion-Agenturen sowie große und kleine Labels befragt. Die Hotlist zeigt die Vielfalt und Lebendigkeit der Musikszene, die den Pandemiebestimmungen zu trotzen hat und insbesondere jetzt besondere Aufmerksamkeit braucht, weil sie sich kaum ein eigenes Publikum in kleinen Clubs erspielen kann. Im Herbst werden unter den hoffnungsvollen Acts bereits zum 15. Mal die "New Music Awards" verliehen.

Daniel Kahn – "word beggar"

Siri Keil im Gespräch mit dem Musiker Daniel Kahn – über sein neues Album "word beggar", über jiddische Dichtung und Musik, das Überschreiten von Grenzen, über 1700-Jahre Jüdisches Leben in Deutschland und über den Schlamassel rund um Leonard Cohens "Hallelujah".

Daniel Kahn, geboren in Detroit, studierte an der University of Michigan Theater und Lyrik, lebte in New Orleans und New York. Dort spielte er u.a. Anatevka und Tod eines Handelsreisenden auf Jiddisch und war Teil des All-Star Programms From the Shtetl to the Stage in der Carnegie Hall. 2005 zog er nach Berlin und produzierte dort mit seiner Band The Painted Bird fünf Alben. Weitere Musikprojekte sind The Unternationale, Semer Ensemble, The Brothers Nazaroff, Bulat Blues und The Disorientalists. Am Gorki Theater arbeitete er u. a. als Regisseur, Komponist, Lyriker, Musik-Kurator, Autor und Schauspieler. Daniel Kahn wohnt mit seiner Frau und künstlerischen Partnerin Yeva Lapsker sowie ihrem gemeinsamen Sohn mittlerweile in Hamburg. "word beggar" ist das erste Album, das Daniel Kahn komplett alleine eingespielt hat. Am 03.12.2021 wird es bei Oriente Musik veröffentlicht.

David Bowie – Comics & Popkultur

Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast ist der Comiczeichner Reinhard Kleist

Welche Bilder entstehen beim Hören von Musik im Kopf? Wie lassen sich diese Bilder aufs Papier bringen? Und kann ein Comic eine Dynamik entwickeln, die einem guten Popalbum gleichkommt? Der Berliner Zeichner Reinhard Kleist hat bereits mehrere Graphic Novels zu popkulturellen Persönlichkeiten veröffentlicht – zu Johnny Cash, Nick Cave und, ganz aktuell, zu David Bowie. In dieser Ausgabe des Nachtclub Überpop spricht Moderatorin Birgit Reuther mit Reinhard Kleist über seine Arbeit an dem Buch "Starman - David Bowie's Ziggy Stardust Years".

Peking vs. Pop – Wie China gegen seine Stars vorgeht

Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Fabian Peltsch, Journalist.

In China scheint sich gerade etwas zu verändern. Der Staat greift in den Pop ein: Einige Künstler gelten plötzlich als zu verweiblicht, andere fallen in Ungnade, weil sie sich zu sehr wie klassische Rockstars aufgeführt haben. Wer ausschert, findet nicht mehr statt.

Songs of Gastarbeiter Vol. 2

Eine Sendung von Siri Keil, zu Gast: Imran Áyata, Autor und Campaigner, und Bülent Kullúkcu, Künstler und Theatermacher

60 Jahre Türkisch-Deutsches Anwerbeabkommen – 60 Jahre Türkisch-Deutsche Musikgeschichte. Siri Keil spricht mit dem Berliner Autor und Campaigner Imran Áyata und dem Münchner Künstler und Theatermacher Bülent Kullúkcu über das Wühlen in Archiven, das erzählen von noch immer unbekannten Geschichten und Biografien, über Festreden zum Jubiläum, darüber wie sich Deutschland innerhalb der letzten 60 Jahre verändert hat und natürlich über Musik. Wegen des Arbeitskräftemangels nach dem Zweiten Weltkrieg schloss die Bundesrepublik ab 1955 mit verschiedenen Ländern Anwerbeabkommen – so auch am 30.10.1961 mit der Türkei. Die Menschen, die daraufhin kamen und halfen die deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, brachten neben vielem anderen auch neue Musik ins Land - allerdings ohne, dass eine breite Öffentlichkeit sich dafür interessiert hätte. Nachdem Imran Áyata und Bülent Kullúkcu schon 2013 einen ersten Sampler mit dem Titel "Songs of Gastarbeiter" zusammengestellt haben, ist nun der perfekte Zeitpunkt für den Nachfolger: Im November erscheint beim Münchner Label Trikont die Kompilation "Songs of Gastarbeiter Vol.2".

NDR | seit 2021 | 20 Folgen
Eine Produktion von NDR Blue, Norddeutscher Rundfunk

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