Podcast

Meisterstücke der klassischen Musik

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber:innen und Neueinsteiger:innen. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.

Von der Quelle bis nach Prag in 12 Minuten - Smetanas Moldau

Das berauschende Thema seiner "Moldau" konnte Smetana selbst nie hören, denn da war er schon taub. In musikalischen Bildern beschreibt der Komponist den Lauf von Tschechiens längstem Fluss und schafft es damit in seiner Heimat zum Nationalhelden.(Autor: Philipp Quiring und Michael Lohse)

Hits vom Pizzabäcker ihres Vertrauens - Vivaldis 4 Jahreszeiten

Mit seinem musikalischen Streifzug durch die Jahreszeiten landete Antonio Vivaldi nicht nur gleich reihenweise Hits, sondern inspirierte mit "Le quattro stagioni" auch gleich noch die Pizzabäcker. Da mochte Igor Stravinsky noch so viel lästern über den angeblichen Fließbandkomponisten, der Charme und die Originalität seiner barocken Violinkonzerte sprechen für sich. (Autor: Dominik Mercks)

Für den Komponisten zu schwer - Ravels Klavierkonzert G-Dur

Ravel träumt davon, sein neues Klavierkonzert auf einer Welttournee selbst zu spielen. Verbissen übt er Etüden. Doch schließlich muss er feststellen: Sein Konzert ist zu schwer für ihn. Die Pariser Uraufführung 1932 wird trotzdem der Auftakt zu einem Welterfolg. (Autor: Michael Lohse)

Tödliche Eifersucht - Janáčeks Streichquartett Nr. 1

Ein Streichquartett über eine Novelle von Tolstoi, der sich wiederum auf eine Violinsonate von Beethoven bezieht. Janáčeks "Kreutzersonate" ist 1923 ein Höhepunkt des musikalischen Expressionismus. (Autor: Michael Lohse)

Mehr als "Tod in Venedig" - Mahlers 5. Sinfonie

Mahlers Fünfte ist mehr als ein sentimentaler Soundtrack zu Viscontis Film. Der Komponist schafft in seiner monumentalen Sinfonie eine eigene Welt mit den Mitteln des Orchesters. Trauermarsch, grotesker Humor und Harfenklänge inklusive. (Autor: Christoph Vratz)

Eine schwere Geburt - Brahms 1. Klavierkonzert d-Moll

Brahms erstes Klavierkonzert ist eine schwere Geburt: Beethovens Schatten macht dem jungen Komponisten zu schaffen. Und Vorschusslorbeeren von Robert Schumann machen die Sache auch nicht einfacher. (Autor: Ben Süverkrüp)

Ein Star erfindet sich neu - Franz Liszt: Sonate h-Moll

Liszt schreibt seine revolutionäre Klaviersonate 1853 in Weimar, nachdem er sein wildes Tourneeleben beendet hat. Das komplexe einsätzige Werk genießt bei Pianisten Kultstatus, auch wenn es bei Zeitgenossen zunächst für Kopfschütteln sorgte. (Autor: Michael Lohse)

Warum Trompeter Haydn fürchten - Joseph Haydn: Trompetenkonzert

Ein Instrumententüftler inspiriert Joseph Haydn 1796 zu einem Konzert für die brandneue Klappentrompete. Das Trompetenkonzert in Es-Dur ist bis heute geliebt und gefürchtet, müssen Trompeter auf Stellensuche es doch in jedem Probevorspiel präsentieren. (Autor: Martin Zingsheim)

Modest Mussorgski: Boris Godunow (1870)

Eine Oper wie ein Politthriller über einen Zaren zwischen Machtgier und Wahnsinn. Ihr Schöpfer Modest Mussorgski revolutioniert mit dem mitreißenden Werk das Musiktheater, indem er den Tonfall der gesprochenen Sprache nachbildet. (Autor: Christoph Vratz)

Ludwig van Beethoven: 7. Sinfonie A-Dur, op. 92

Die Siebte war für Beethoven der wohl größte Erfolg seiner Karriere. Das Sinfonie strotzt vor rhythmischem Elan. Das berühmte "Allegretto" diente als Soundtrack in unzähligen Filmen. Und die Uraufführung war eine politische Demonstration gegen die Unterdrückung Europas durch Napoleon. (Autor: Michael Lohse)

Florence Price: Sinfonie Nr. 1 e-Moll

"Ich habe zwei Handicaps: ich bin eine Frau und in meinen Adern fließt schwarzes Blut", beschrieb Florence Price ihre Rolle im amerikanischen Musikbetrieb. Geschafft hat sie es trotzdem: 1933 wurde ihre 1. Sinfonie in Chicago als erstes großes Werk einer schwarzen Komponistin von einem renommierten Orchester uraufgeführt. (Autor: Martin Zingsheim)

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht, Op. 4

Bei Schönberg hört für viele Klassikfans bis heute der Spaß auf. Dabei hat er nur konsequent fortgesetzt, was in der Spätromantik bereits angelegt war. Das beweist sein frühes Streichsextett von 1899, dass wirklich so "schön" klingt, wie der Name Schönberg vermuten lässt. (Autor: Michael Lohse und Christoph Vratz)

Paul Dukas: Der Zauberlehrling

Paul Dukas ließ sich 1897 von Goethes beliebtem Gedicht zu seinem bekanntesten Werk inspirieren. Effektvoll, dramatisch und meisterhaft instrumentiert wird "Der Zauberlehrling" zu einem Musterbeispiel für gelungene Programmmusik, auf das Walt Disney später für seinen Film "Fantasia" zurückgreift. (Autor: Lohse)

Gioachino Rossini: Der Barbier von Sevilla

Da sage noch jemand, die 13 sei eine Unglückszahl: Genau 13 Tage brauchte Rossini für seine berühmteste Oper. Mit dem schwungvollen Werk gelang dem 23-jährigen der internationale Durchbruch. Bald befand sich ganz Europa im Rossini-Fieber. (Autor: Vratz/Lohse)

Guiseppe Verdi: Aida

Eigentlich wünschte sich Ägyptens Herrscher Ismael Pascha von Verdi schon zur Eröffnung des Suezkanals 1869 eine Oper, aber "Aida" wurde erst zwei Jahre später fertig. Das geniale Musikdrama vor der grandiosen Kulisse des alten Ägyptens wurde zum Vorbild für die Monumentalfilme Hollywoods und zeigt Verdi at his best: zwischen umwerfendem Pathos und raffinierter Psychologie. (Autor: Michael Lohse)

Peter Tschaikowsky: Die Jahreszeiten

1875 bekommt der klamme Peter Tschaikowsky ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Für eine Petersburger Musikzeitschrift soll er zu jedem Monat des Jahres ein Klavierstück liefern. Das Resultat sind zwölf poetischen Stimmungsbilder, die zum Intimsten und Großartigsten zählen, das der Komponist je geschrieben hat. (Autor: Michael Lohse)

Lili Boulanger: Soir sur la plaine

Mit 19 Jahren komponiert Lili Boulanger dieses filigrane Meisterwerk des Impressionismus. Kurz darauf gewinnt sie den renommierten Rom-Preis – als erste Frau überhaupt. Eine Sensation, die sie international bekannt macht. Doch ihre schwache Gesundheit macht alle Karrierepläne zunichte. Mit 24 stirbt sie an einem Lungenleiden. (Autor: Vratz/Lohse)

Friedrich Smetana: Die Moldau

Das berauschende Thema seiner "Moldau" konnte Smetana selbst nie hören, denn da war er schon taub. In musikalischen Bildern beschreibt der Komponist den Lauf von Tschechiens längstem Fluss und schafft es damit in seiner Heimat zum Nationalhelden. (Autor: Philipp Quiring und Michael Lohse)

Johannes Brahms: Ungarische Tänze

Lieben Sie Brahms? Brahms jedenfalls liebte ungarische Musik. Der Hamburger schrieb gleich 21 Tänze im Stil ungarischer Folklore. Und sie gehören zu seinen effektvollsten und eingängisten Werken. Kein Wunder, dass er sie selbst gern als Zugabe spielte. (Autor: Christoph Vratz)

Georges Bizet: Carmen

Spanisches Flair pur verströmt Bizets "Carmen", dabei war der Komponist selbst nie in Spanien. Den Siegeszug seiner mitreißenden Oper im Stil des Hispanismo kann Bizet nicht mehr genießen. Er stirbt wenige Monate nach der Uraufführung 1875. (Autor: Christoph Vratz und Michael Lohse)

1967 in Borken geboren, nach nur einem Jahr in den hohen Norden verschleppt, wuchs er in Kiel auf. Nach dem Zivildienst in Rendsburg studierte er an der Bremer "Hochschule für Künste" Musikerziehung mit Hauptfach Klavier und ging anschließend für ein kulturjournalistisches Aufbaustudium nach Hannover.
Seine journalistische Laufbahn begann er als freier Mitarbeiter beim Klassiksender von Radio Bremen. 1995 volontierte er beim WDR in Köln und arbeitet dort seitdem als Redakteur. Er ist Autor zahlreicher Features zu Musik- und Unterhaltungsthemen, moderiert die WDR5-Sendung "Liederlounge" und gelegentlich "Satire Deluxe".
2010 erhielt er den Felix-Rexhausen-Preis. Michael Lohse ist Stipendiat der Heinz-Kühn-Stiftung und der Internationalen Journalistenprogramme. 2017 und 2019 vertrat er Korrespondenten im ARD-Studio Kairo.
Michael Lohse mag Humor und klassische Musik. Beides kombiniert er in der Reihe "Meisterstücke", die er in WDR 3 präsentiert.

Klassische Musik

Vom Kammerkonzert bis zum Orchesterabend: Klassische Musik begeistert durch ihre Vielfalt und Virtuosität.

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