Reportage

Der große Sprung ins kleine Haus

Große Häuser sind bis heute ein Statussymbol – aber nicht für alle: Aus den USA kommt die Idee vom "Tiny House" – mobilen Häusern unter 50 qm. Sie passen gut in eine Zeit, in der immer mehr Menschen flexibel leben und arbeiten, aber trotzdem ihre eigenen vier Wände haben wollen.

"Kleinhäusler" – so hießen früher Leute, die zwar ein eigenes Dach überm Kopf hatten, aber sonst nur das Allernötigste. Nikki Oehme hat ihr schönes altes Haus nahe der fränkischen Stadt Roth durch ein 44-qm-Fertighaus ersetzt. Sie hat sich für ein Single-Leben entschieden, will viel unternehmen und ihre Freizeit nicht mit Putzen und Renovieren verbringen.

Reinhard Giebelhausen, Bootsbauer am Starnberger See, sucht nach dem Auszug der fünf Kinder nach einer neuen Lebensform für sich und seine Frau. Sein Traum ist ein Öko-Dorf mit lauter Mini-Häusern, die wenig Fläche und Energie benötigen. Für nur 4000 € hat er ein Modell gebaut, in dem er jetzt an den Wochenenden probewohnt.

Nicht jeder ist so bescheiden: Die Kunsthandwerkerin Maria Cetinbas hat in Pfaffenhofen an der Ilm eines der wenigen originalen Kleinbauernhäuser gekauft, die aus alten Zeiten übrig sind, und in Jahre langer Handarbeit in ein Schmuckstück verwandelt – mit immerhin 75 qm. Während die Familie Mayer in Sulzemoos nahe Augsburg eine alte Tradition belebt: Neben dem großen Haus steht ein modernes "Austragshaus" für die Senior:innen, die jetzt bei den Kindern leben, aber ihren eigenen Lebensstil pflegen können.

  • BR | 2018 | 43 Minuten
    Ein Film von Julia Seidl
    Eine Produktion des Bayerischen Rundfunks

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Architektur

Von Bauhaus bis zum "Tiny House": Architektur vollbringt seit jeher den Spagat zwischen Kunst und Wohnraumschaffung – und prägt dabei unser Stadt- und Landschaftsbild massiv.

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