Doku

Hip-Hop mit Charisma: Living In A Marteria World

Das Multitalent Marteria, bürgerlich Marten Laciny, hat sich einen festen Platz in der deutschen Musikszene erobert. Er begann seine Karriere als Fußballer und Model, bevor ihm 2004 mit seinem Debütalbum der Durchbruch gelang. Diese Doku begleitet den Rapper bei Dreharbeiten und der Premiere zum Film "Marteria", auf Tour und beim nächtlichen Aal-Angeln.

Living In A Marteria World: zwischen Rostock und New York

In der 45-minütigen Dokumentation von Regisseur Ingo Schmoll ist alles dabei, was die schillernde Persönlichkeit Marterias alias Marten Laciny ausmacht. Vom roten Teppich mit VIPs auf der Premierenfeier über einen großen Festivalauftritt bis hin zum nächtlichen Aal-Angeln mit alten Kumpels malt "Living In A Marteria World" das Porträt eines der interessantesten deutschen Rap-Künstler.

Durchbruch mit "Halloziehnation"

Marterias Talente sind vielfältig, sein Weg niemals geradeaus: Er trainierte die Jugendmannschaften von Hansa Rostock, arbeitete danach in New York als Male Model für Claudia Schiffer, schloss in Berlin die Schauspielschule ab. Bereits mit 16 Jahren hatte er auch schon mit dem Rappen begonnen. Sein Erstlingswerk "Halloziehnation" wurde von der Presse gelobt und auch das zweite Album "Base Ventura" konnte überzeugen.

Als Marsimoto mit Jan Delay auf Tour

2007 begleitete Marteria unter seinem zweiten Künstlernamen Marsimoto Jan Delay als Voract auf dessen Tour. 2010 gelang ihm mit seinem Album "Zum Glück in die Zukunft" der große Wurf, unter anderem mit Hits wie "Verstrahlt" und "Endboss". Marterias Musikstil zeichnet sich durch eine Mischung aus Rap, Pop und elektronischen Elementen aus.

Akutes Nierenversagen als Weckruf

Nach einem Benefizspiel für Hansa Rostock wurde Marteria in ein Krankenhaus eingeliefert, es drohte akutes Nierenversagen. Der Rapper zog sich nach einer erfolgreich verlaufenen Dialyse zunächst aus der Öffentlichkeit zurück, zog von Berlin an die Ostseeküste und gab Alkohol und Drogen auf. Die neue Lebensweise schien ihm zu bekommen: Zwei Jahre später spielte er bei Rock am Ring und Rock im Park - am gleichen Tag!

WDR | 2017 | 49 Minuten
Regie: Ingo Schmoll
Redaktion: Peter Sommer, Andrea Niemeyer
Eine Oliver Bertram Medienproduktion im Auftrag von WDR, Westdeutscher Rundfunk und MDR, Mitteldeutscher Rundfunk

Eunique, rappend, bei einem Konzert im Astra Kulturhaus in Berlin, mit blonder, langer Perücke und silberner Jacke.

Hiphop – Rap, Beats und Breakdance

Hiphop – dazu gehören nicht nur Breakdance, Graffiti und Beatboxing, sondern auch politische Texte. Verwurzelt im afroamerikanischen Funk und Soul kam der Stil in den 80ern auch in Europa an. Und entwickelt sich bis heute weiter.

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